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Mit der Seilbahn ums Eck und mit dem Umsatz nach oben

von Hanna Reiner
Die Bahn auf den Fansipan (Vietnam) hält zwei Weltrekorde.

Die Bahn auf den Fansipan (Vietnam) hält zwei Weltrekorde.

Seilbahnhersteller Doppelmayr erzielt zweithöchsten Umsatz der Firmengeschichte.

wolfurt. (VN-reh) Es ist der zweithöchste Umsatz der Firmengeschichte, den die Vorstände der Doppelmayr Holding, Michael Doppelmayr und Hanno Ulmer, für das abgelaufene Geschäftsjahr 2015/16 präsentieren können. 834 Millionen Euro bedeuten ein Plus von fünf Prozent. Dafür verantwortlich waren Großaufträge rund um den Globus. Insgesamt wurden 103 Seilbahnprojekte realisiert, nach wie vor der größte Anteil davon, nämlich 82, im Bereich Wintertourismus. Hier gebe es östlich von Moskau noch genügend Wachstumspotenzial, erklärt Michael Doppelmayr. Der urbane Verkehr spielt sich hingegen ausschließlich in Südamerika ab. Vorzeigeprojekt ist dabei das in Bolivien installierte weltgrößte urbane Seilbahnnetz, wo gerade sechs neue Gondelbahnen gebaut werden. In Europa habe man bei städtischen Bahnen hingegen noch eine missionarische Aufgabe, betont Hanno Ulmer. Viele könnten sich einfach nicht vorstellen, dass man nicht nur mit Skibekleidung, sondern auch in Anzug und mit Aktentasche Seilbahn fahren kann.

Ein Highlight des Geschäftsjahrs war für den Weltmarktführer die Kirchenkarbahn in Hochgurgl. Dort ging die erste D-Line-Gondelbahn in Betrieb. Hinter der neuen Produktlinie stecken 31 Innovationen und 14 Patente. Die Bahn ist leiser, bietet mehr Platz und lässt sich einfacher warten. Ein weiteres Vorzeigeprojekt ist die Penkenbahn in Mayrhofen, die erstmals die Kurvenfahrt für Dreiseilbahnen möglich macht.

Boom in Asien

Zudem wurden eine Gondelbahn für die Olympischen Spiele in Südkorea sowie zwei Weltrekord-Bahnen in Vietnam gebaut. Das sorgte auch dafür, dass Südostasien mittlerweile für 15 Prozent des Umsatzes verantwortlich ist. Aktuell werden sieben weitere Projekte in Südkorea sowie die längste Dreiseilbahn der Welt in Vietnam realisiert. Der Boom dürfte also weitergehen. Wichtigster Einzelmarkt für den Seilbahnhersteller bleibt aber weiterhin Österreich. „Wir leben immer noch vom Winter“, betont Doppelmayr.

Im nächsten Jahr steht neben den großen Projekten weltweit auch der Umzug in das neue Verwaltungsgebäude in Wolfurt an, in das Doppelmayr insgesamt rund 57 Millionen Euro investiert. 20 Millionen Euro der Summe wurden im Geschäftsjahr 2015/16 fällig. Dazu kamen acht Millionen Euro für die Bevorratung von Grundstücken in Wolfurt sowie die Investition in ein kleines Werk im Berner Oberland. Zur Wälderbahn, dem Projekt, das die Industriellenvereinigung kürzlich präsentierte, hat Hanno Ulmer übrigens nur eines zu sagen: „Wir könnten es bauen.“

<p class="caption">Die Kirchenkarbahn in Hochgurgl ist die erste Gondelbahn der neuen Doppelmayr-Produktlinie D-Line.  Fotos: Doppelmayr</p>

Die Kirchenkarbahn in Hochgurgl ist die erste Gondelbahn der neuen Doppelmayr-Produktlinie D-Line. Fotos: Doppelmayr

<p class="caption">Der RopeCon in Mexiko befördert Golderz zur Aufbereitung ins Tal.</p>

Der RopeCon in Mexiko befördert Golderz zur Aufbereitung ins Tal.

Wir leben bei Doppelmayr nach wie vor vom Wintertourismus.

Michael Doppelmayr

Fakten

Doppelmayr Geschäftsjahr 2015/16

» Umsatz: 834 Millionen Euro
(+ 5 %)

» Mitarbeiter: 2673 weltweit,
davon 1360 in Österreich (+ 5 %)

» Vorstände: Michael Doppelmayr, Hanno Ulmer

» realisierte Projekte: 103 für 85 Kunden (davon 69 in Europa)

» Eigenkapital: 887,5 Mill. Euro

» EGT: 92 Mill. Euro

» Betriebsergebnis: 79,4 Mill. Euro

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