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Ein Bauherr zum “Ausleihen”

von Hanna Reiner

Zwei Millionenprojekte vor Abschluss. Zima mit Bauherrenpartnerschaft an Bord.

Dornbirn. (VN-reh) Zwei große Projekte heimischer Industriebetriebe stehen derzeit kurz vor dem Abschluss. Zum einen das neue 57 Millionen Euro teure Bürogebäude von Doppelmayr in Wolfurt. Genauso wie neue Firmenzentrale von z-Werkzeugbau in Dornbirn, in die 13 Millionen Euro investiert wird. Beide haben dabei eines gemeinsam. Sie werden dabei von Zima begleitet. Denn zwar kennt man das Unternehmen im Land vor allem aufgrund der Wohnbau- und Gewerbeprojekte, die in den vergangenen 45 Jahren realisiert wurden. Über 6000 Wohnungen wurden gebaut, genauso Betriebsansiedelungen für rund 5500 Arbeitsplätze geschaffen. Aber die Unternehmensgruppe hat unlängst noch ein weiteres Standbein geschaffen – die Bauherrenpartnerschaft, ein Dienstleistungsangebot für Unternehmen. Konkret begleiten dabei die Bauleiter von Zima Unternehmen bei der Entwicklung, Planung, Errichtung und dem Betrieb von Betriebsanlagen und Immobilien. 

Ausschlaggebend für das neue Modell waren laut Zima intensive Gespräche mit „frustrierten“ Unternehmern, die durch betriebseigenen Bauprojekte wirtschaftlich und organisatorisch an ihre Grenzen kamen. Deshalb übernimmt Zima als Dienstleister die Rolle des „Leihbauherren“ und agiert wie bei einem eigenen Projekt. Das Modell ist ähnlich dem eines Generalunternehmers, aber nur auf den ersten Blick. „Sobald der GU-Vertrag unterschrieben ist, habe ich keinen Partner mehr, sondern einen Widersacher mit einer gegenläufigen Zielsetzung, welche in der Maximierung der abrechenbaren Zusatzleistungen liegt“, erklärt Zima-CEO und Inhaber Alexander Nußbaumer.

Beim Zima-Modell behalte der Bauherr die Zügel in der Hand und bekomme zudem Know-how und Beratungsqualität. „Die Entscheidungsträger bleiben flexibel, was die Vergaberichtlinien betrifft, und können sowohl Partnerfirmen als auch andere Präferenzen individuell und schrittweise entscheiden“, so Nußbaumer.

Von der Idee an

Im besten Fall sei Zima so früh wie möglich mit an Bord. Heißt, von der ersten konzeptionellen Ideenentwicklung an. Auch das unterscheide die Bauherrenpartnerschaft von einem GU-Modell, wo die Arbeit normalerweise erst nach dem Architekturwettbewerb beginnt.

Die Bauherren sind jedenfalls zufrieden mit ihrem Partner. „In jeder Phase des Projekts waren wir involviert und bei allen maßgeblichen Entscheidungen mit am Tisch. Zima hat sowohl was die Qualität als auch die Planungs- und Umsetzungskosten betrifft, einen wesentlichen Anteil an der erfolgreichen Realisierung“, berichtet Hanno Ulmer, Finanzvorstand der Doppelmayr Gruppe. Genauso wie die Geschäftsführer von z-werkzeugbau, Hermann Eberle und Johannes Steurer: „Wir fühlten uns im richtigen Maß involviert und konnten alle maßgeblichen Entscheidungen auf gut vorbereiteter Grundlage treffen.“ Derzeit wird auch über der Grenze, im schweizerischen Graubünden, ein Bauherrenprojekt realisiert. In der Gewerbezone Grüneck entsteht ein Coop-Supermarkt. Die Fertigstellung des 25-Millionen-Franken-Projekts ist für das Frühjahr 2018 geplant.

Zima hat im Geschäftsjahr 2015 eine Jahresgesamtleistung (Umsätze aus Verkäufen, Dienstleistungen und Beteiligungen) von 174 Millionen Euro realisiert (+69 Prozent). Aktuell sind 2400 Wohneinheiten in der Pipeline. Inklusive Gewerbebauten geht es dabei um ein Gesamtvolumen von 992 Millionen Euro.

<p class="caption">z-werkzeugbau investiert in Dornbirn 13 Millionen Euro. Der Einzug ist zum Jahreswechsel geplant. </p>

z-werkzeugbau investiert in Dornbirn 13 Millionen Euro. Der Einzug ist zum Jahreswechsel geplant.

Bei unserem Modell behält der Bauherr die Zügel fest in der Hand.

Alexander Nussbaumer
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