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VN-Interview. Oscar-Preisträger Colin Firth (56)

Vom Ringen um Bridget

Schauspieler Colin Firth ist derzeit als Mark Darcy in Bridget Jone’s Baby“ zu sehen.

Berlin. (lh) Schon zwei Mal hat „Bridget Jones“ das Kinopublikum begeistert. Zwölf Jahre nach Teil zwei gibt es eine weitere Fortsetzung, „Bridget Jones’ Baby“. Wieder verkörpert Oscar-Preisträger Colin Firth die Figur des Mark Darcy.

Wann war Ihnen klar, dass Sie in einem dritten Teil mitwirken?

FIRTH: Das war keine schnelle Entscheidung, sondern Resultat von jahrelangen Diskussionen. Als wir die letzten Szenen von „Bridget Jones 2“ drehten, meinte ich fast prophetisch: „Leute, falls wir noch eine Fortsetzung machen, wäre der Reiz, die Charaktere älter werden zu lassen und zu schauen, was aus ihnen geworden ist.“ So kam es letztendlich auch. Aber es gab einiges, was gegen Teil drei sprach.

Nämlich?

FIRTH: Was Fortsetzungen betrifft, herrscht immer viel Skepsis und Zynismus. Zu recht, denn es gibt so viele schlechte. Es ist der Hartnäckigkeit des Produzenten zu danken, der sehr viel Geduld hatte, bis das richtige Drehbuch da war. Und in diesem Zusammenhang war es wichtig, dass Emma Thompson, die auch mitspielt, am Buch beteiligt war. Sie hat frischen Wind in die Story gebracht. Der wichtigste Faktor war, dass Renée Zellweger noch einmal als Bridget Jones vor die Kamera wollte.

Nur Hugh Grant nicht. Gut so?

FIRTH: Schon. Denn der Kerl sieht ja noch immer so verdammt jung aus. Ein starker Kontrast zu uns „Alten“…

Sie lieben Renée?

FIRTH: Es ist ein Vergnügen, ihr zuzuschauen. So wenig ich zunächst heiß darauf war, noch einmal Mark Darcy zu sein, so sehr habe ich die Tage im Studio genossen. Und ich habe sie nie zuvor besser gesehen. Einmal hatte sie, bei einer Sequenz in einem Restaurant, einen Zwei-Seiten-Monolog. Patrick Dempsey und ich saßen dabei, sie war so brillant, dass uns der Mund offen blieb.

Für das Ende hat man mehrere Fassungen gedreht . . .

FIRTH: Und ich wusste bis zum ersten Screening nicht, welches sie genommen hatten. Ich denke aber, die Entscheidung war richtig, denn das Ende sollte vor allem dem Publikum taugen. Hätte man mich vorher gefragt, ich wäre wahrscheinlich zu kompliziert geworden.

Was bedeutet Ihnen der Oscar?

FIRTH: Es gibt Kollegen, die ihn genauso verdient hätten. Doch sagen wir so: Es ist schon recht nett, das goldene Männchen mit dem eingravierten „R“ zu Hause zu haben. Und eine praktische Folge: Bei den Produzenten bin ich seither mehr denn je eine sichere Bank.

Es wird noch eine Fortsetzung von „Kingsman“ geben?

FIRTH: Gestatten Sie mir in diesem Fall nur kryptische Antworten, ich darf nämlich nichts verraten. Nur, dass
ich dabei bin, und dass es mehr ist als bloß eine Fortsetzung.

„Kingsman“ war eine gelungene James-Bond-Variante. Wären Sie nicht gerne in einem echten James-Bond-Film?

FIRTH: Absolut. Erzählen Sie, dass ich verfügbar bin.

Ihr nächstes Projekt?

FIRTH: Heißt „Kursk“ und handelt von der Katastrophe auf einem russischen U-Boot, Thomas Vinterberg inszeniert.

„Loving“ kommt auch?

FIRTH: Ja, nach einer Idee von Nancy Buirski. Mitspielen darf ich nicht.

Wer hat das beschlossen?

FIRTH: Der Produzent.

Und wer ist dieser Kerl?

FIRTH: Ich.

Es ist ein unendliches Vergnügen, ihr zuzuschauen.

Colin Firth
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