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Autohäuser gewinnen an Bedeutung

von Michael Gasser
Günther Kerle, Vorsitzender des Arbeitskreis der Automobilimporteure, sprach über die Zukunftschancen des Autohandels. Fotos: VN/Paulitsch

Günther Kerle, Vorsitzender des Arbeitskreis der Automobilimporteure, sprach über die Zukunftschancen des Autohandels. Fotos: VN/Paulitsch

Mit der steigenden Komplexität neuer Autos steigt auch der Beratungsbedarf.

Schwarzach. (VN-mig) Günther Kerle ist Vorsitzender des Arbeitskreis der Automobilimporteure. Der jahrelange Geschäftsführer von Mazda Austria glaubt an die Zukunft der Autohäuser. Ihre Bedeutung werde sogar steigen.

2016 wird ein Jahr mit starken Absatzsteigerungen für den Autohandel. Hält dieser Trend an?

Kerle: 2016 ist ein gutes Jahr. Man darf aber nicht vergessen, dass es in den letzten Jahren teils deutliche Rückgänge gab. Jetzt hat der Markt wieder die Normalform erreicht. Zwischen 315.000 und 320.000 Neuzulassungen sind für Österreich ganz okay.

Es gab Jahre mit 350.000 Zulassungen. Da gab es eine Verschrottungsprämie. Braucht der Handel wieder ähnliche Impulse?

Kerle: Grundsätzlich bin ich gegen jede Einflussnahme der Politik in den Markt. Andererseits ist eine Verschrottungsprämie sicherlich das beste Mittel, um alte Autos gegen moderne und umweltfreundliche Fahrzeuge zu tauschen. Da Besitzer dieser alten Autos keine typischen Neuwagenkunden sind, sollte man überlegen, ob eine Umweltprämie für schadstoffarme Gebrauchtwagen der Abgasklassen Euro 5 oder Euro 6 sinnvoll wäre.

Diskutiert werden auch Unterstützungen für Elektro- bzw. Autos mit Plug-in-Hybridantrieb. Wie sehr ist die Politik hier gefordert?

Kerle: Eine Ankaufprämie alleine wird nicht reichen. Sie ist sicher ein Motivations­faktor, um Kunden vor Augen zu führen, dass es diese alternativen Antriebe gibt. Sie würde aber ohne weitere Aktivitäten schnell ihre Wirkung verlieren. Wichtiger scheint mir ein klares Bekenntnis der Politik zum Individualverkehr und die Unterstützung im Aufbau der notwendigen Ladeinfrastruktur. Der Umstieg auf E-Autos bzw. Plug-in-Hybride kann nur funktionieren, wenn es ausreichend Ladestationen gibt.

Die Herausforderungen für die heimischen Autohäuser wachsen. Wird es sie in der heutigen Form auch in Zukunft noch geben?

Kerle: Der Autohandel muss sich in einigen Bereichen verändern. Der Vertrieb über die Händler wird aber auch in Zukunft seine Berechtigung haben. Mit der steigenden Komplexität der Fahrzeuge wächst auch der Erklärungs- und Beratungsaufwand. Ich bin davon überzeugt, dass das Autohaus für die Beratung noch wichtiger wird, als es das jetzt schon ist.

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