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Mehrere Terrorrazzien in ganz Deutschland

Insgesamt vierzehn Personen im Visier der Ermittler. Bislang keine Festnahmen.

berlin. (VN) Mit Anti-Terror-Einsätzen in gleich fünf deutschen Bundesländern sind Polizeieinheiten am Dienstag gegen mehrere Verdächtige vorgegangen. Nach Angaben des Landeskriminalamts in Erfurt wurden insgesamt zwölf Wohnungen und eine Gemeinschaftsunterkunft für Asylwerber in Thüringen, Hamburg, Nordrhein-Westfalen, Sachsen und Bayern durchsucht. Die Razzien erfolgten aufgrund des Verdachts der Terrorismusfinanzierung. 

Nach Angaben der Staatsanwaltschaft sollte Geld ins Ausland transferiert werden. „Wir untersuchen, ob Gelder ins Ausland geleitet wurden, um terroristische Vereinigungen zu finanzieren“, sagte der Sprecher der Staatsanwaltschaft Gera, Jens Wörmann, zur Deutschen Presse-Agentur. Zur Höhe der Beträge machte er mit Verweis auf das laufende Verfahren keine Angaben. Bei den Einsätzen wurde eine weiße Substanz entdeckt. Sie sei aber ungefährlich, teilte eine Sprecherin des Landeskriminalamts mit. Sie werde nun untersucht.

Ermittlungen seit dem Vorjahr

Im Zentrum der Ermittlungen steht ein 28-Jähriger mit russischer Staatsbürgerschaft. Gegen den Mann mit tschetschenischen Wurzeln ermittelt die Staatsanwaltschaft Gera seit der zweiten Jahreshälfte 2015 wegen des Verdachts der Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Gewalttat. Er soll beabsichtigt haben, sich der Terrororganisation Islamischer Staat (IS) im Bürgerkriegsland Syrien anzuschließen und habe ausreisen wollen. Eine konkrete Anschlagsgefahr hätten die Ermittlungen bisher aber nicht ergeben, hieß es.

Der Verdächtige sei in der Stadt Suhl im Bundesland Thüringen angetroffen und nach Vernehmungen mit der Polizei wieder auf freien Fuß gesetzt worden, sagte die Sprecherin des Landeskriminalamts. „Es lag kein Haftbefehl vor.“ Ermittelt wird auch gegen 13 weitere Beschuldigte, zehn Männer und drei Frauen zwischen 21 und 31 Jahren, wegen des Verdachts der Terrorismusfinanzierung. Bei allen Beschuldigten handelt es sich um Asylwerber, deren Aufenthaltsstatus in Deutschland bislang nicht abschließend geklärt ist. „Es gab keine Festnahmen“, sagte die LKA-Sprecherin. Wann die Ermittlungen abgeschlossen sein werden, konnte sie zunächst noch nicht sagen.

Wir untersuchen, ob Gelder ins Ausland geleitet wurden.

Staatsanwaltschaft Gera
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