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FBI bringt Hillary Clinton erneut in Bedrängnis

Die US-Bundespolizei sorgte mit der Veröffentlichung der alten Dokumente zu Bill Clinton für Aufsehen. Foto: reuters

Die US-Bundespolizei sorgte mit der Veröffentlichung der alten Dokumente zu Bill Clinton für Aufsehen. Foto: reuters

Untersuchung zu umstrittener Amnestie-Entscheidung von Bill Clinton veröffentlicht.

washington. (VN) Die US-Bundespolizei FBI hat einen alten Untersuchungsbericht zu einem umstrittenen Gnadenerlass von Ex-Präsident Bill Clinton veröffentlicht. Der Schritt warf Fragen aus dem Kampagnenteam seiner Ehefrau Hillary Clinton über das Timing auf. In den USA wird am 8. November ein neuer Präsident gewählt.

Das FBI stellte den 129 Seiten langen Bericht zu der 2005 abgeschlossenen Untersuchung ins Internet und gab die Veröffentlichtung am Dienstag (Ortszeit) bekannt. Die Unterlagen seien „gemäß der Standardprozedur automatisch und elektronisch veröffentlicht worden“, hieß es in einer Stellungnahme der Bundespolizei. In dem Fall geht es um die Begnadigung des in die Schweiz geflohenen Börsenmaklers Marc Rich am 20. Jänner 2001 durch Bill Clinton. Rich war unter anderem wegen Steuerbetrugs, Meineids und Handels mit dem Iran angeklagt. Die Amnestie löste Kritik aus, da Richs Ex-Frau zuvor an die Vorgänger-Organisation der Clinton-Stiftung und an die Demokratische Partei gespendet hatte. Das Wahlkampfteam der Demokratin Hillary Clinton reagierte ungehalten. In dem Fall habe es keine Offenlegungsfrist
gegeben, daher sei die Veröffentlichung zum jetzigen Zeitpunkt merkwürdig, kritisierte ihr Sprecher Brian Fallon. „Würde das FBI Dokumente über Trumps Diskriminierungen auf dem Immobilienmarkt in den 70ern posten?“ Damit verwies er auf Berichte über eine 1973 eingereichte Klage gegen den Immobilienmilliardär und republikanischen Präsidentschaftskandidaten Donald Trump, die später beigelegt worden war.

Bei den Demokraten herrscht bereits wegen der E-Mail-Affäre Nervosität. Clinton hatte als Außenministerin private Server für ihre dienstliche Kommunikation genutzt. FBI-Chef James Comey nahm die Untersuchungen zu der Affäre, die im Juli ohne juristische Konsequenzen beendet worden war, am Freitag überraschend wieder auf.  „Wir werden gewinnen“, gab sich Trump in Eau Claire in Wisconsin siegesgewiss. Die Clintons stünden „für die schäbige Vergangenheit, und wir werden eine helle und saubere Zukunft sein.“ Seine Rivalin versuchte, mit Appellen an Wählerinnen aus der Defensive zu kommen. Mit seinen abfälligen Äußerungen über Frauen habe sich Trump als charakterlich ungeeignet und unqualifiziert für das Amt des Präsidenten erwiesen, sagte Clinton in Fort Lauderdale (Florida).

<p class="caption">Die US-Bundespolizei sorgte mit der Veröffentlichung der alten Dokumente zu Bill Clinton für Aufsehen. Foto: reuters</p>

Die US-Bundespolizei sorgte mit der Veröffentlichung der alten Dokumente zu Bill Clinton für Aufsehen. Foto: reuters

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