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Ex-Außenministerin als Favoritin im Wahl-Finale

Die E-Mail-Affäre hing die längste Zeit wie eine dunkle Wolke über der demokratischen Kandidatin Clinton.  Foto: reuters

Die E-Mail-Affäre hing die längste Zeit wie eine dunkle Wolke über der demokratischen Kandidatin Clinton.  Foto: reuters

Clinton liegt in Führung. Ihr Sieg ist aber noch alles andere als sicher.

washington. Tag der Entscheidung in den USA: Die Demokratin Hillary Clinton geht als Favoritin in den Tag der Präsidentschaftswahl – aber ein Sieg gegen den Republikaner Donald Trump ist keineswegs gewiss. Beide Kandidaten schlugen sich bis zuletzt mit Skandalen und historisch schlechten Beliebtheitswerten herum.

Erbitterter Wahlkampf

Über Monate hatten sich Clinton und Trump einen erbitterten Wahlkampf voller persönlicher Angriffe geliefert. Trump ist ein politischer Quereinsteiger,  Clinton kennt das Weiße Haus aus ihrer Zeit als First Lady. Später war sie Senatorin und Außenministerin. Beide Kandidaten legten am Montag noch einmal einen Sprint durch wichtige Staaten hin. Clinton trat in Pennsylvania mit Präsident Barack Obama, First Lady Michelle Obama und anderen prominenten Unterstützern auf. Trump hielt Reden in Florida, North Carolina, Pennsylvania und New Hampshire.

Möglichen neuen Rückenwind erhielt Clinton am Sonntag durch die Mitteilung der Bundespolizei FBI, nach der auch eine zweite Runde von Ermittlungen in der E-Mail-Affäre keine Anhaltspunkte für kriminelles Verhalten ergeben hat. Viele Experten bezweifelten aber, dass sich das in dieser späten Wahlkampfphase noch in einem deutlichen Stimmenschub widerspiegeln wird. „Ich möchte wirklich Präsidentin für alle sein, Leute, die mich wählen, Leute, die gegen mich stimmen“, sagte Clinton am Montag in White Plains im US-Staat New York vor Journalisten,

bevor sie in ein Flugzeug stieg, das sie zu einem ihrer letzten Wahlkampfauftritte bringen sollte.

Umfragen am Montag zeigten Clinton landesweit vorne. Das Portal Real­ClearPolitics, das seit Monaten einen Querschnitt aller Umfragen erhebt, sah die 69-Jährige mit zwei Punkten in Front. Letztendlich kommt es aber auf eine Reihe von besonders umkämpften Staaten an, darunter Florida, Pennsylvania und New Hampshire.  Entscheidend ist am Ende nicht die absolute Stimmenzahl, sondern die Zahl der Wahlmänner. Die Mehrheit liegt bei 270. Clinton habe 203 sicher, Trump 164, und 171 seien noch nicht zuzuordnen, errechnete RealClearPolitics am Montag.

Trump erneuerte am Sonntagabend (Ortszeit) bei einem Auftritt in Michigan seinen Vorwurf eines „total manipulierten Systems“. Clinton sei schuldig, erklärte er mit Blick auf die E-Mail-Affäre. Die Affäre hatte im gesamten Wahlkampf wie eine dunkle Wolke über Clinton gehangen. Im Mittelpunkt steht die Frage, ob sie die Sicherheit der Nation gefährdet hat, weil sie als Außenministerin auch dienstliche E-Mails über einen privaten Server laufen ließ. Das FBI schloss die Ermittlungen dazu im Sommer ab und warf Clinton zwar extreme Sorglosigkeit vor, empfahl aber keine Anklage. Am Sonntag teilte Comey nun in einem Brief an Kongressmitglieder mit, dass die neuen Ermittlungen abgeschlossen seien und sich nichts an der Einschätzung vom Sommer geändert habe.

Twitter-Verbot

Die „New York Times“ berichtete, Trumps Berater hätten ihm ein Twitter-Verbot erteilt. Sie hätten ihm die Kontrolle über sein Konto bei dem Kurznachrichten-

dienst „entrissen“, damit er seine Chancen am Wahltag nicht mit ungefilterten Anfeindungen schmälere. Trumps Wahlkampfmanagerin wies den Bericht als falsch zurück.

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