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Großoffensive vertreibt Nothelfer aus Aleppo

Einheimische Helfer versorgen Familien in den Rebellengebieten um Aleppo mit Hilfsgütern. Foto: afp

Einheimische Helfer versorgen Familien in den Rebellengebieten um Aleppo mit Hilfsgütern. Foto: afp

Luftangriffe erschüttern Rebellenviertel. SOS-Kinderdörfer evakuieren Mitarbeiter.

aleppo. (VN) Im Zuge einer neuen Großoffensive haben syrische Regierungstruppen und ihre Verbündeten am Dienstag und Mittwoch von Rebellen kontrollierte Viertel im Osten der umkämpften Stadt Aleppo beschossen. Die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte mit Sitz in London berichtete, in den zwei Tagen seien 20 Zivilisten bei heftigen Bombardements getötet worden. Örtliche Aktivisten zählten seit Mittwochmorgen mindestens 50 Luftangriffe und Artillerieeinsätze. Beide Angaben lassen sich nicht unabhängig überprüfen.

Russland, der Verbündete von Präsident Baschar al-Assad, hatte in den vergangenen drei Wochen seine Luftangriffe eingestellt, am Dienstag aber wieder aufgenommen. Neben Aleppo flogen russische Kampfjets Angriffe auf die Provinzen Idlib und Homs.

Mit der fast einmonatigen Pause der Luftangriffe auf Aleppo hatte Moskau Zivilisten und Rebellen die Möglichkeit gegeben, die Stadt zu verlassen. Diese nahmen das Angebot nicht an. So sind in den von Rebellen gehaltenen Vierteln im Osten Aleppos etwa 275.000 Menschen eingeschlossen. Regierungstruppen belagern diese Stadtteile.

Helfer verlassen Aleppo

Durch die zunehmende Gewalt und prekäre Sicherheitslage in Aleppo mussten viele Hilfsorganisationen ihre Mitarbeiter evakuieren. Unter ihnen die SOS-Kinderdörfer, die ihre Nothilfe vor Ort vorübergehend ausgesetzt haben. 15 Mitarbeiter und deren  Familien wurden in die syrische Hauptstadt Damaskus in Sicherheit gebracht. Bisher hat die Hilfsorganisation mehr als 25.000 Kinder und Erwachsene mit Nahrung, Kleidung und medizinischer Betreuung in der umkämpften Stadt versorgt.

„Die Entscheidung, unsere Hilfsprogramme zu stoppen, ist uns extrem schwergefallen“, sagt Alia Al-Dalli, Direktorin der SOS-Kinderdörfer im Nahen Osten. „Mittels einer Pumpe können wir Menschen in der Stadt zumindest weiterhin mit sauberem Trinkwasser versorgen.“ Al-Dalli versichert, dass die SOS-Teams die Hilfsaktionen in Aleppo fortsetzen wollen, sobald es die Situation erlaubt.

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