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Der Wahlkampf hängt an den altbekannten Themen

von Birgit Entner
Die Kontrahenten: Van der Bellen (l.) und Norbert Hofer.  Foto: APA

Die Kontrahenten: Van der Bellen (l.) und Norbert Hofer.  Foto: APA

Wie viel Flüchtlinge Österreich tatsächlich kosten werden.

Wien. (VN-ebi) Die Österreicher sind offenbar nicht wahlkampfmüde. Und das, obwohl das Rennen um die Hofburg bereits elf Monate dauert. Am 4. Dezember wird nun gewählt. Und je näher dieser Termin rückt, desto mehr Aufmerksamkeit erhalten die Bundespräsidentschaftskandidaten Alexander Van der Bellen und Norbert Hofer. Am Sonntag waren sie bei Puls4 zu Gast. Bis zu 475.000 Zuseher verfolgten den Schlagabtausch zwischen dem Ex-Grünen-Chef und dem FPÖ-Politiker.

Ihre angesprochenen Themen haben sich nur in Nuancen verändert. Neben der Europäischen Union – Brexit, Öxit, EU-Verträge – und dem Amtsverständnis – Regierung angeloben oder entlassen – stand am Sonntag wieder die Flüchtlingskrise auf der Tagesordnung. Bei dem Duell blieben dazu allerdings zwei Fragen offen. Einerseits erwähnte Hofer zumindest zwei Mal, dass ein Schutzsuchender den Steuerzahler 277.000 Euro kosten werde. Über welchen Zeitraum sich diese Summe errechnet, ging allerdings unter. Die genannten 277.000 Euro stammen aus einer Studie des Fiskalrates. Den Autoren zufolge entstehen diese Kosten im Zeitraum von 45 Jahren – inklusive Bildungsmaßnahmen und Gesundheitsversorgung. Insgesamt sind es 23 Milliarden Euro, die der Staat von 2015 bis 2060 inklusive Zinslast zu berappen hat. Wird die Zinslast rausgerechnet, so drehen sich die Mehrkosten für die Flüchtlinge bis 2060 vom jährlichen Aufwand in einen Ertrag, schreiben die Autoren. Insgesamt prognostizieren sie aber, dass das reale Bruttoinlandsprodukt pro Kopf in den nächsten 45 Jahren sinken wird. Das BIP wachse nämlich weniger stark als die Bevölkerung.

75 Prozent Männer?

Bei dem TV-Duell blieb zudem die Frage offen, wie viele junge Männer sich tatsächlich unter den Asylsuchenden befinden. Hofer sprach von 75 Prozent, Van der Bellen glaubte das nicht. Laut Statistik des Innenressorts kamen im vergangenen Jahr 72,33 Prozent der Anträge von Männern. Von Jänner bis Ende Oktober 2016 waren es 67,52 Prozent. Im selben Zeitraum haben 21.393 Personen einen positiven Asylbescheid, subsidiären Schutz oder humanitären Aufenthalt bekommen. Davon waren knapp 62 Prozent männlich.

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