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573 weitere Plätze für die Kinderbetreuung im Land

von Birgit Entner
Familienministerin Karmasin zu Besuch im Kindergarten.  Foto: APA

Familienministerin Karmasin zu Besuch im Kindergarten.  Foto: APA

Vorarlberg investierte knapp sechs Millionen Euro. Bund schoss weitere fünf Millionen zu.

Wien. (VN-ebi) Vorarlberg baut die Kinderbetreuung weiter aus. Alleine 2015 hat das Land knapp 5,9 Millionen Euro in zusätzliche Betreuungsplätze für Null- bis Sechsjährige investiert. Außerdem hat der Bund 4,9 Millionen Euro für diesen Bereich locker gemacht. Das geht aus einer parlamentarischen Anfragebeantwortung von Familienministerin Sophie Karmasin (ÖVP) hervor. Demnach hat Vorarlberg die für den Ausbau zur Verfügung gestellten Bundesgelder zu knapp 80 Prozent ausgenützt. Rund die Hälfte investierte das Land in zusätzliche Betreuungsplätze für Null- bis Zweijährige, rund ein Viertel in die „räumliche Qualitätsverbesserung“ und ein Zehntel in einen besseren Betreuungsschlüssel.

Der Grüne-Abgeordnete Harald Walser hat die parlamentarische Anfrage gestellt. Im VN-Gespräch zeigt er sich mit der Entwicklung in Vorarlberg zufrieden. Der Aufholbedarf im Land sei sehr groß gewesen, sagt er. Nun sei Vorarlberg aber auf dem richtigen Weg. Das beweise auch das Landesbudget. Der Posten für die kindliche Frühförderung wachse überdurchschnittlich, 2017 nämlich um acht Prozent.

11.320 neue Plätze

Österreichweit haben die Bundesländer vergangenes Jahr 51,98 Prozent des Bundeszuschusses abgeholt. Sie alle hätten im vorgeschriebenen Ausmaß kofinanziert und die Gelder widmungsgemäß verwendet, schreibt Karmasin. Im Kindergartenjahr 2015/2016 wurden insgesamt 11.320 neue Betreuungsplätze geschaffen, davon 4974 für Unter-Dreijährige und 6346 für Kinder von drei bis sechs Jahren. Rund fünf Prozent des Zuwachses stammen mit 573 Plätzen aus Vorarlberg. Bei Kindern unter drei Jahren konnte das Land 2015/16 im Vergleich zum Vorjahr ein Plus von 229 Betreuungsplätzen verzeichnen. Bei den Drei- bis Sechsjährigen waren es 344 Plätze.

Passabel steht Vorarlberg bei der Kinderbetreuungsquote von Unter-Dreijährigen da. Diese wuchs laut Familienressort in einem Jahr um 1,8 auf 24,8 Prozent. „Es wird noch einige Zeit dauern, bis wir im Land das Barcelona-Ziel erreichen“, sagt Walser. Dieses sieht eine Quote von 33 Prozent vor. Österreichweit stieg die Quote um durchschnittlich 1,5 auf 27,4 Prozent. 

Über dem Durchschnitt bewegt sich Vorarlberg bei den Betreuungsplätzen für Drei- bis Sechsjährige. Die Quote lag 2014/15 bei 94,5 Prozent, 2015/16 bei 95,9 Prozent. Der Österreichschnitt beträgt derzeit 95,1 Prozent. Das Barcelona-Ziel gibt 90 Prozent vor. Nur Kärnten hat dieses laut dem Familienministerium noch nicht erreicht.

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