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Täter stellten Opfer erst Pakete zu

Die Autofirma des Hausbesitzers in Klaus, der den Räubern als Kunde ihres Paketdienstes bereits bekannt war.

Die Autofirma des Hausbesitzers in Klaus, der den Räubern als Kunde ihres Paketdienstes bereits bekannt war.

Die nach dem Raub in Götzis verhafteten Täter hatten ihren Coup gezielt geplant.

Götzis. Die Sache war minutiös vorbereitet, ging jedoch schief: Nachdem die beiden Bosnier im Alter von 29 und 33 Jahren am Mittwochabend die 40-jährige Frau eines Autohändlers im Wohnhaus in Götzis überfallen, gefesselt und geknebelt hatten, alarmierte ihre 13-jährige Tochter die Polizei. Das couragierte Mädchen hatte sich in einem Kleiderschrank versteckt. In einer spektakulären Aktion konnte das Einsatzkommando Cobra die Räuber noch am Tatort überwältigen und verhaften. Die Tochter wurde von der Polizei mittels Drehleiter der ebenfalls angerückten Feuerwehr aus dem ersten Stock geborgen (die VN berichteten). Mutter und Tochter waren zuvor allein im Haus gewesen. „Während seine Familie überfallen wurde, befand sich der Hausbesitzer in seinem Betrieb“, so Reiner Fitz von der Landespolizeidirektion zu den VN. Die beiden Verhafteten wurden noch in der Nacht von den Kriminalisten einvernommen. Dabei sollte sich herausstellen, dass die Täter ihre Opfer gekannt hatten. Zumindest den Familienvater, der in letzter Zeit Kunde ihres Paketdienstes, eines Unternehmens, das einer der Bosnier laut Polizei selbstständig führte, gewesen war. Sein Komplize war erst vor zwei Wochen nach Österreich eingereist.

Bereits beim mehrmaligen Zustellen der Pakete an die betreffende Adresse hatten die Täter in letzter Zeit mehr als nur geschäftliche Beziehungen im Sinn. Sie zogen nämlich den Schluss, dass ihr Kunde Geld zu Hause haben dürfte, und heckten einen räuberischen Plan aus. Sie kundschafteten das Haus und die Gegebenheiten im Vorfeld aus, ehe sie ihren Plan am Mittwoch in die Tat umsetzten.

Beute zurückgelassen

Bei der Durchsuchung des Wohnhauses fanden die Täter Bargeld, das sie allerdings während ihrer Festnahme auf dem Dachboden zurückließen. Um wie viel Geld es sich handelte, verschweigt die Polizei aus ermittlungstaktischen Gründen.

Auch ob die Täter beim Überfall bewaffnet waren, wird von der Polizei derzeit noch abgeklärt. Hinweise auf verwendete Waffen lagen am Donnerstag noch nicht vor. Nach Abschluss der Erhebungen wurden die Täter in die Justizanstalt eingeliefert.

Während seine Familie überfallen wurde, befand sich der Hausbesitzer in seinem Betrieb

Rainer Fitz, Polizei
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