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Andreas Vojta als Doping-„Aufdecker“

Beobachtungen des ÖLV-Läufers überführten den Marokkaner Laalou.

leichtathletik. 1500-m-Läufer Andreas Vojta hat maßgeblich dazu beigetragen, dass der Marokkaner Amine Laalou den Dopingjägern ins Netz gegangen ist. Der Niederösterreicher schilderte in der ARD verdächtige Beobachtungen bei einem Meeting im Februar in Stockholm. Der österreichische Verband habe daraufhin die nationale Anti-Doping-Agentur (NADA) kontaktiert, die den Vorfall der Welt-Organisation (WADA) und dem internationalen Leichtathletikverband meldete. Mitfavorit Laalou wurde noch vor seinem Start bei den Sommerspielen aus dem Verkehr gezogen.

„Wenn die IAAF sagt, dass ich ein kleines Stück dazu beigetragen und Anstoß gegeben habe, dass man nun zu dem Ergebnis gekommen ist, freut mich das natürlich. Es ist ein Teilerfolg. Es zeigt, dass die Athleten aufmerksam sein sollen. Jetzt haben wir einen Betrüger weniger im Sport“, sagte Vojta zur Austria Presse Agentur. Und man müsse unbedingt dranbleiben.

Vojta teilte sich bei besagtem Meeting ein Hotelzimmer mit Laalou. „Ich habe zwei Fläschchen gefunden, verschiedene Substanzen, Glasfläschchen, die zum Aufbrechen gedacht sind. (…) Dann habe ich noch zwei dazugehörige Spritzen gefunden, und dann war noch ein kleiner Schlauch mit einer Spritze dabei und mit der Aufschrift ,Insulin 100‘, wo dann auch das Butterfly dabei war, sodass man dann das Ganze auch in die Blutbahn einführen kann“, sagte Vojta.

„Die ganzen Sachen und Gerätschaften hat er offen liegen lassen auf einem Tisch. Ich habe da jetzt nicht irgendetwas durchwühlen müssen. Natürlich, da denkt man sich schon, was ist da los und warum gibt es solche Leute noch immer im Sport“, meinte der 23-Jährige. „Erschreckend war für mich“, merkte Vojta, „wie unverfroren Laalou damit umgegangen ist.“ Als er selbst die Fläschchen und verpackten Spritzen sah, dachte er, er sei in einem falschen Film.

„Spontan habe ich nicht gewusst, was genau ich jetzt tun soll, auf so eine Situation ist man ja nicht vorbereitet. Ich habe mir aber gedacht, ich muss das festhalten und weitergeben. Also habe ich mit dem Handy Fotos gemacht und mir alles aufgeschrieben. Und ich habe es dann Willi (Anm.: seinem Trainer Wilhelm Lilge) erzählt. Wir haben es an Helmut Baudis, den Anti-Doping-Beauftragten des ÖLV, weitergeleitet“, erläuterte Vojta.

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