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Bader lässt die Jugend forschen

von Heimo Kofler
Manuel Ganahl setzte beim Eishockey-Nationalteam zusammen mit seinen Ländle-Sturmkollegen Raphael Herburger und Daniel Woger viele Akzente. Foto: gepa

Manuel Ganahl setzte beim Eishockey-Nationalteam zusammen mit seinen Ländle-Sturmkollegen Raphael Herburger und Daniel Woger viele Akzente. Foto: gepa

Österreichs Eishockey-Nationalteam erlebte in Budapest eine neue Geburtsstunde.

Schwarzach. Roger Bader hat riskiert – und gewonnen. Der Schweizer Coach des Eishockey-Nationalteams vertraute bei der Euro-Challenge in Budapest einer ganz jungen Mannschaft, für seinen Mut wurde er mit den zwei Siegen gegen Italien und Dänemark sowie Platz drei belohnt. „Das ist die Mannschaft der Zukunft“, ist Bader überzeugt. „In vier Jahren muss dieses Team um die Olympia-Qualifikation spielen.“ Die Abteilung „Jugend forscht“ hat ein Durchschnittsalter von rund 23 Jahren und überzeugte in acht von neun Dritteln – es war der letzte Abschnitt gegen Südkorea, der eine Finalteilnahme kostete. „Man muss mit diesen jungen Leuten weiterarbeiten – und es gibt noch mehr davon.“

Tragende Rollen

Raphael Herburger wurde in Anbetracht des Eishockey-Jungbrunnens fast ein wenig nachdenklich: „Wir Vorarlberger sind jetzt plötzlich die ältesten im Nationalteam.“ Bei Bader spielt das Ländle-Quintett – Stefan Ulmer, Alexander Pallestrang, Daniel Woger, Manuel Ganahl und eben Herburger – auch in Zukunft eine tragende Rolle. „Ich werde diesen Block weiter forcieren, er hatte einen starken Aufritt. Und ich denke, die können noch mehr.“ Auch der schnelle Patrick Obrist und der torgefährliche Fabio Hofer stehen hoch im Kurs. Bader: „Natürlich müssen wir routinierte Spieler im Kader haben. Bei der nächsten Teamzusammenkunft im Februar in Graz wird es wiederum einige neue Gesichter geben.“

Ob Bader weiterhin Teamchef bleibt wird vom Präsidium des Eishockeyverbandes entschieden. „Es würde mich freuen, mit dieser Mannschaft weiterzuarbeiten. Es wäre eine Ehre, Nationalteamcoach von Österreich zu sein.“ Die Chancen auf eine Verlängerung stehen gut, auch wenn mit Bengt-Ake Gustafsson, Tommy Samulesson oder Michael Stewart prominente Kandidaten im Spiel um den Trainerjob sein sollen.

Neues aus alter Schule

Baders Vorteil: Als Ausbildungschef des Verbandes hat er einen breiten Überblick über den heimischen Nachwuchs. Vier U-20-Spieler waren bereits jetzt in Ungarn beim A-Team dabei, sie kennen sein System – das gutes Eislaufen voraussetzt, auf schnellem Umschalt­spiel beruht – und haben kein Problem, es umzusetzen. Der 52-Jährige ist kommunikativ, hat im Vorfeld des Turniers jeden einzelnen Spieler über die Einberufung, aber auch über eine Absage informiert. Bader setzt auf Innovationen. So hat er beim Nationalteam das Aufwärmprogramm umgestellt. Mit Handballübungen lässt er den Aufbau, die Spielzüge oder das Stellungsspiel, so wie es später auf dem Eis umgesetzt haben will, üben. „Neu ist das nicht“, sagt Bader. „Ich habe das bei Wladimir Jursinow, als er Trainer in Kloten war, abgeschaut. Ich denke, das ist eine sehr gute und praxisnahe Vorbereitung für das Verhalten auf dem Eis.“

Dieses Team muss um die nächste Olympia-Qualifikation spielen.

Roger Bader
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