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Rapids Werben ist weiter inoffiziell

von Christian Adam
Altach-Präsident Karlheinz Kopf (rechts) und Coach Damir Canadi. gepa

Altach-Präsident Karlheinz Kopf (rechts) und Coach Damir Canadi. gepa

Beim Cashpoint SCR Altach steigt die Spannung in Bezug auf Trainer Damir Canadi.

Altach. Die Trainerentlassung des SK Rapid hat in Österreich für ein mittleres Erdbeben gesorgt – und für sehr viele Gerüchte. Fast logisch erscheint diesbezüglich die Tatsache, dass man beim Rekordmeister über eine Verpflichtung von Altachs Damir Canadi nachdenkt. Der 46-Jährige hat Wiener Wurzeln, hat sich seinen Weg von unten hinauf selbst erarbeitet, er verleiht seiner Mannschaft derzeit Flügel. Seine Überzeugung, auch mit dem Cashpoint SCR Altach Großes erreichen zu können, hat sich auch in den Köpfen der Spieler festgesetzt. Das zeigte sich zuletzt beim 5:1 über die Wiener Austria, als die „Veilchen“ von Netzer und Co. richtiggehend zerpflückt wurden. Wohl wenig überraschend deshalb, dass Canadi Umfragen im Netz, wer denn der nächste Rapid-Trainer werden soll, in der Gunst der Fans noch vor Klub-Ikonen wie Didi Kühbauer, Andreas Herzog oder Heimo Pfeifenberger gehandelt wird. Auch deutsche Trainer wie Thomas Doll oder Mirko Slomka genießen nicht jenen Stellenwert, den sich der Taktikfuchs aus Alt­ach erarbeitet hat.

Noch keine offizielle Anfrage

„Nein, Rapid hat sich noch nicht gemeldet“, macht sich Georg Zellhofer, Geschäftsführer Sport beim SCRA, vorerst keine Gedanken. Auseinandersetzen mit der Situation will sich der 56-Jährige erst wenn sich das bislang noch absolut inoffizielle Werben der Grün-Weißen zuspitzen sollte. Wohlwissend, dass es eine Ausstiegsklausel – ohne eine gewisse Zeiteinschränkung – im Vertrag des Cheftrainers gibt, aber auch wissend, dass Altach nicht nur eine Plattform für Spieler ist, um sich weiterzuentwickeln. „Das gilt gleichermaßen auch für den Trainer“, so Zellhofer. „Auch für Adi Hütter war der Klub praktisch die öffnende Tür ins Profigeschäft.“ Und weil er seinen Klub SCR Alt­ach in einer guten Ausgangssituation sieht („Sportlich top und eine gut funktionierende Mannschaft“), will er sich auch an keinen Spekulationen beteiligen. Wenngleich sein Nachsatz doch nichts an Deutlichkeit vermissen lässt: „Es gibt Regeln, die sind einzuhalten. Sonst könnte ja jeder kommen und sagen: Am Donnerstag ist der Trainer weg.“

Ähnlich sieht es Klubchef Karlheinz Kopf, auch wenn er noch einen Schritt weiter geht. „Mein Verständnis von Fairness ist folgendes: Bei Interesse sollte der erste Weg von Rapid zum Präsidenten sein, um sich eine Erlaubnis für Verhandlungen zu holen. Ich gehe jedenfalls davon aus, dass dies auch die Denkweise von Rapid ist. Bis dato jedenfalls gibt es noch keine offizielle Anfrage aus Wien.“

In Altach jedenfalls ist man bemüht, den Alltag zu leben. Der so in den Mittelpunkt gerückte Trainer jedenfalls hat am wenigsten Probleme damit. Canadi schweigt und konzentriert sich viel lieber auf seine Arbeit. „Business as usual“ hieß es deshalb gestern in der Cashpoint Arena, wo die Mannschaft ihre Trainingseinheiten in gelöster und ruhiger Atmosphäre abspulte. Und weil auch Canadi-Berater Mario Weger – noch – nichts von einem Angebot an seinen Trainer weiß, ist Rapids Werben derzeit sehr spekulativ.

Ein Zwölfpunkteprogramm

Der neue Mann bei den Hütteldorfern wird nach einem zwölf Punkte umfassenden Kriterienkatalog ausgesucht. Erfahrung, Erfolge, die Wirkung des Trainers in der Rapid-Community oder Taktikvariabilität sind darin etwa enthalten. „Österreicher zu sein, ist nicht unbedingt ein Kriterium“, ließ sich Präsident Michael Krammer alles offen. Fix ist, dass sich der Neo-Coach sein Betreuerteam aussuchen kann, bis dato sind alle Assistenten weiter im Amt. Die Gerüchte rund um die Trainersuche will der Präsident auch in den nächsten Tagen leben lassen und nicht kommentieren.

Der erste Weg des Rapid-Präsidenten müsste ihn zu mir führen.

Karlheinz Kopf

Der SCR Alt-ach bietet Spielern wie auch Trainern eine gute Plattform, um sich weiterzu- entwicklen.

Georg Zellhofer
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