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Mit Ura Nage und Uchi Mata glänzen

Laurin Böhler ist am Samstag bei der U-23-EM in Israel auf Medaillenjagd. Foto: schwämmle

Laurin Böhler ist am Samstag bei der U-23-EM in Israel auf Medaillenjagd. Foto: schwämmle

Judoka Laurin Böhler hat am Samstag bei der U-23-EM in Israel eine Medaille im Visier.

Schwarzach. (VN-jd) Ura Nage und Uchi Mata sind zwei Wurftechniken, die Judoka Laurin Böhler speziell bevorzugt. Bei der Europameisterschaft der Unter-23-Jährigen am Wochenende in Tel Aviv ist aber das gesamte Kampfrepertoire des 21-jährigen Schwarzachers gefragt, will er sein gestecktes Ziel erreichen. Vorarlbergs Paradejudoka hat bei seinem dritten EM-Einsatz in der 100-kg-Klasse einen Podestplatz im Visier. „Ich will eine Medaille mitbringen“, betonte der HLSZ-Sportsoldat kämpferisch vor dem Abflug nach Israel.

Dass die Zielsetzung realistisch ist, stellte Vorarlbergs Paradejudoka mit bärenstarken Leistungen in den letzten sechs Monaten eindrucksvoll unter Beweis. Nach einer knapp einjährigen Wettkampfpause, bedingt durch einen Riss des vorderen Kreuzbandes im Juni 2015 bei einem Trainingslager in Japan, stellte der Schwarzacher bei seiner Rückkehr mit zahlreichen Spitzenplatzierungen sein großen Potenzial unter Beweis. Nach Rang drei beim European Cup im russischen Orenburg und dem Sieg beim European Cup in Celje (Slo) konnte Böhler als Dritter beim Weltcup in Tallinn (Est) die ersten Punkte in der IJF-Weltrangliste in der Männerklasse einfahren.

Ausrufezeichen setzen

Beim Grand-Prix-Turnier Ende September in Zagreb konnte der HLSZ-Sportsoldat den Aufwärtstrend abermals bestätigen und stand als Dritter erstmals bei einem GP-Event auf dem Podest. „Ich bin wirklich glücklich darüber, dass ich so schnell wieder den Anschluss gefunden habe. Die Platzierungen waren aber auch ein Lohn für die knochenharte Arbeit nach meiner Verletzung, und in Israel will ich jetzt das nächste Ausrufezeichen setzen.“

Beim Championat in Israel handelt es sich um die dritten kontinentalen Titelkämpfe für Böhler. 2013 gab es beim Debüt bei der U-21-EM Rang sieben und 2013 musste er sich beim ersten Antreten in der U-23-Klasse erst im Kampf um Bronze geschlagen geben und wurde Fünfter.

Fernziel ist die Teilnahme an den olympischen Sommerspielen 2020 in Japan, dem Mutterland des Judosportes. Allerdings hat Böhler in der 100-kg-Klasse eine hochkarätige nationale Konkurrenz: „Der Wiener Aaron Fara ist aktueller U-21-Europameister, Maximilian Hagender (OÖ) wurde 2015 Fünfter bei der U-23-EM und der Salzburger Christoph Kronberger ist aktuell als bestplatzierter ÖJV-Aktiver 44 und 18 Plätze vor mir in der Weltrangliste. Es wird noch ein langer und harter Weg, doch ich bin bereit, für meinen Traum alles zu geben“, so Böhler.

Schwere Auslosung

Von der Auslosung her sind die Titelkämpfe in Tel Aviv eine echte Meisterprüfung für Böhler. Auftaktgegner in der Klasse bis 100 kg (23 TN) ist der Sieger des Topduells Jalil Shukurov (Aze) gegen Mikita Sviryd (Blr). Zudem ist mit dem Russen Biyaz Ilyasov ein weiter Medaillenkandidat im gleichen Pool wie Böhler. „Viel schwieriger hätte es nicht kommen können. Doch es gibt keine einfachen Gegner und wer auf das Podest will, muss diese Hürden nehmen“, betont der Bregenzer Nationaltrainer Patrick Rusch nach dem Los nüchtern.

Laurin hat auf jeden Fall das Potenzial, sich eine Medaille zu holen.

Patrick Rusch
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