IHRE MEINUNG IST UNS WICHTIG!
Hier klicken und mitmachen!

Von Ungeduld und Unsicherheit

von Heimo Kofler
Beim Stand von 0:3 bekam Torhüter Thomas Stroj gegen den HC Bozen Gelegenheit zur Bewährung.  Foto: gepa

Beim Stand von 0:3 bekam Torhüter Thomas Stroj gegen den HC Bozen Gelegenheit zur Bewährung. Foto: gepa

Gemeinsam aus der Krise. Beim Dornbirner EC wird das Personal nicht infrage gestellt.

Dornbirn. (VN-ko) Man kann es drehen und wenden wie man will: Dornbirn hat in dieser Saison den schlechtesten Start in der fünfjährigen Zugehörigkeit zur Erste-Bank-Eishockeyliga abgeliefert. 19 Punkte nach 19 Spielen, nur fünf Siege und Tabellenplatz elf. Ähnlich ungenügend war es nur in der Saison 2014, da stand aber zum selben Zeitpunkt mit sechs Siegen ein Erfolg mehr auf der Habenseite.

Beim 2:4 gegen den HC Südtirol-Bozen waren die Neuzugänge Brian Connelly und Brock McBride noch nicht die Heilsbringer. Beide gingen in der Plus-Minus-Bilanz mit Minus zwei vom Eis. McBride stand dazu beim 0:3 Pate, als er in der Bandenrundung den Zweikampf gegen Torschütze Anton Bernard verlor.

Selbstvertrauen fehlt

Nach vier Niederlagen in Serie werden die Fans ungeduldig – und schießen sich auf den Coach ein. „Hätte nie gedacht, dass ich das mal schreibe, aber ja der Trainer muss weg . . .“ zielt Fan „Ranger“ bei seiner Kritik stellvertretend auf die sportliche Führung. Manager Alexander Kutzer hat ein gewisses Einsehen mit den Bulldogs-Anhängern. „Grundsätzlich gibt es von mir für alles Verständnis. Aber am Ende sitze ich am Schreibtisch und muss alles finanzieren. Meine Aufgabe ist es auch, auf das nächste Jahr zu schauen. Der Rest ist jetzt, wie es ist.“ Weder MacQueen, noch der zuletzt unglücklich agierende Torhüter Florian Hardy sind darum ein Thema. „Die ganze Mannschaft muss einen Weg aus der Krise finden. Dass es derzeit ungenügend ist, was wir abliefern, wissen wir alle.“ Kutzer gibt zu, „dass die Torhüterleistung nicht auf dem Niveau war, um in dieser Liga Spiele zu gewinnen. „Aber ich sehe auch anderswo individuelle Fehler, die uns um den Erfolg bringen.“ Es habe in den letzten Begegnungen eine Unsicherheit um sich gegriffen. „Wenn du neun Spiele mit einem oder zwei Toren Unterschied verlierst, dann weißt du: Es werden zu wenig Tore geschossen.“ Die Passqualität stimme ebenso nicht wie das Stellungsspiel. „Da fehlt es eindeutig am Selbstvertrauen. Aber ich sehe alle Trainings und weiß, dass ich nicht die komplette Struktur hinterfragen muss.“

Die guten Dinge suchen

MacQueen selbst spricht in der Aufarbeitung nach dem Bozen-Spiel wie schon in den Partien zuvor sowohl defensive als auch offensive Mängel bei seiner Mannschaft an: „Wir haben uns gegen Bozen wieder einmal selbst ins Knie geschossen. Da arbeiten wir uns gute Chancen heraus und leisten uns dann blöde Fehler, aus denen sofort Gegentore resultieren. Wir warten momentan darauf, dass die schlechten Sachen passieren, anstatt dass wir die guten Dinge suchen.“

Eishockey

Erste Bank Liga

die EBEL-Platzierungen und Punkte des Dornbirner EC nach 19 Runden

2012 4. November
11. Dornbirner EC 19 5 2 3 9 54:78 *13/**22

2013 1. November

10. Dornbirner EC 19 9 0 0 10 58:65 *18/**27

2014 16. November

11. Dornbirner EC 19 6 0 1 12 38:72 *13/**19

2015 13. November

4. Dornbirner EC 19 10 1 2 6 49:39 34

2016 15. November

11. Dornbirner EC 19 5 0 4 10 44:62 19

*damals wurden nur zwei Punkte für den Sieg vergeben

** Umrechnung auf die neue Drei-Punkte-Regel

Artikel 1 von 1
Bitte melden Sie sich an, um den Artikel in voller Länge zu drucken.

Bitte geben Sie Ihren
Gutscheincode ein.

Der eingegebene Gutscheincode
ist nicht gültig.
Bitte versuchen Sie es erneut.
Per E-Mail teilen
Entdecken Sie die VN in Top Qualität und
testen Sie jetzt 30 Tage kostenlos.