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Ein Remis als Motivationsschub

von Christian Adam
Sturms Christian Schulz kommt zu spät, „Rakete“ Dimitri Oberlin (rechts) hatte seinen Turbo gezündet und zur Führung eingeschossen. Foto: apa

Sturms Christian Schulz kommt zu spät, „Rakete“ Dimitri Oberlin (rechts) hatte seinen Turbo gezündet und zur Führung eingeschossen. Foto: apa

Cashpoint Altach zeigt bei 1:1 gegen Sturm, dass der eingeschlagene Weg richtig ist.

Altach. Mit seinem vierten Jokertor sorgte er für ein „Erdbeben“ in der Cashpoint Arena. Dimitri Oberlin war einmal mehr nicht zu halten, als er nach einem katastrophalen Rückpass von James Jeggo Sturm-Goalie Christian Gratzei umspielte und zudem dem Grazer Kapitän Christian Schulz beim Torschuss das Nachsehen gab. Auf der Videowall leuchtete die Eins auf – das 1:0 durch den in Kamerun geborenen Schweizer bedeutete in der 82. Minute den erneuten Vorstoß auf Tabellenplatz eins.

Sturms Antwort auf Altach

Es sollte der emotionale Höhepunkt in einer Partie bleiben, in der vor allem Altach um das Spiel bemüht war. Vor allem Boris Prokopic war in seinem 113. Bundesliga-Spiel omnipräsent. Aggressiv in den Zweikämpfen, dynamisch im Umschaltspiel – der gebürtige Slowake war die Schaltzentrale des Spiels. Dieses jedoch entpuppte sich als zäh, weil die Steirer die Räume gut zustellen, weil sie als „Altach-Kopie“ auftraten. „Es ist ja kein Zufall, dass Altach auf Platz zwei steht“, meinte Sturm-Trainer Franco Foda nach dem Spiel. Mit einem Lächeln im Gesicht, weil der Matchplan, das Ländle wieder als Tabellenführer zu verlassen, voll aufgegangen ist. Dafür verordnete der 50-jährige Deutsche seinem Team die Altach-Taktik mit einer Dreier-Abwehrkette.

So dauerte es doch ein wenig, ehe die Hausherren beim Trainerdebüt von Werner Grabherr sich mit spielerischen Mitteln den Weg durch die gut stehende Sturm-Defensive bahnten. Dafür verantwortlich war zumeist Prokopic. So nach 22 Minuten, als er nach einem Dovedan-Solo den Ball mit der Ferse ideal für Moumi Ngamaleu auflegte, dieser aber aus gut sieben Metern den Ball zu wenig platziert traf. Nur sechs Minuten später war Prokopic erneut Vorlagengeber, doch Gratzei verhinderte gegen „Akrobat“ Nikola Dovedan Schlimmeres (28.). Schließlich scheiterte der 28-Jährige dann selbst mit einem Abschluss (31.). „Wir haben uns nichts vorzuwerfen, wir waren gut vorbereitet. Aber Sturm hat sich etwas einfallen lassen. So haben sich die Mannschaften gut neutralisiert.“

Schon fast nüchtern klingt die Analyse von Prokopic, auch weil er das Spiel schnell abhakte. „Wir müssen nach vorne denken.“ Keine Gedanken also zum Gegentor, das in der dreiminütigen Nachspielzeit exakt nach 1:44 Minuten fiel. Ein Ballverlust in der Offensive hatte jenen Raum offeriert, den schließlich Fabian Koch mit einem satten Fernschuss zum späten Ausgleich nutzte – und so bei Nikola Dovedan Enttäuschung hervorrief. „Ein Tor in der letzten Sekunde, das ist bitter. Für mich sind es zwei verlorene Punkte.“ Letztendlich,

so der 22-Jährige weiter, habe man ein bisschen die Effizienz vermissen lassen.

Dennoch durfte und konnte die Mannschaft nach den turbulenten Tagen rund um den Trainerabgang mit dem Gezeigten zufrieden sein. „Ich bin stolz ob der Art und Weise, wie die Mannschaft heute aufgetreten ist“, brachte es Kapitän Philipp Netzer (31) auf den Punkt. Stellvertretend dafür steht der in der Torschützenliste auf Platz zwei liegende Oberlin. Trotz nunmehr neun Saisontreffern stellt er keine Stammplatz-Garantie. „Ich bin glücklich, dass ich der Mannschaft helfen konnte“, meinte er. Immerhin: Er sei erst 19 Jahre alt und zudem habe er Respekt vor jedem Mitspieler und vor der Entscheidung des Trainers. Letzterer sprach nach dem Spiel, das intensiv und vor allem taktisch geprägt war, von einer „in Summe gerechten Punkteteilung“ und davon, dass man aus Fehlern wie beim Gegentor gut die Lehren ziehen könne.

<p class="caption">Intensive Duelle um den Ball, wie jenes zwischen Boris Prokopic (r.) und Fabin Koch, gab es vielfach im BL-Spitzenspiel. Foto: gepa</p>

Intensive Duelle um den Ball, wie jenes zwischen Boris Prokopic (r.) und Fabin Koch, gab es vielfach im BL-Spitzenspiel. Foto: gepa

Natürlich tut das Gegentor weh. Wir lernen, das wollen wir immer.

Werner Grabherr
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