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HINTERGRUND. Unstimmigkeiten im Österreichischen Karatebund (ÖKB)

Dem Triumphzug folgt eine Pa­last­re­vo­lu­ti­on

Nach erfolgreicher Heim-WM sorgen Neuwahlen im Karatebund für viel Gesprächsstoff.

Schwarzach. (VN-jd) Drei Monate nach der Aufnahme in das Olympische Programm 2020 in Tokio und drei Wochen nach der sporthistorischen Kür bei der Heim-WM in Linz mit Gold für die Salzburgerin Alisa Buchinger und Bronze für die Feldkircherin Bettina Plank kam es im Österreichischen Karatebund (ÖKB) zur Palastrevolution. In einer außerordentlichen Generalversammlung am Sonntag in Salzburg wurde der aus Salzburg kommende Präsident Georg Rußbacher abgewählt. Neuer erster Mann im ÖKB ist der Linzer Jurist Simon Klausberger (34), früher selbst erfolgreicher Karateka.

Das neue ÖKB-Führungsteam wurde in Salzburg auf Wunsch von Rußbacher in einer geheimen Abstimmung mit 26:24 Stimmen gewählt. „Wir hatten viel Trennendes im Vorfeld der außerordentlichen Generalversammlung. Jetzt gilt es, den Karatesport auf einen gemeinsamen Nenner zu bringen und olympia-fit zu machen“, betonte der ehemalige EM-Dritte Klausberger nach seiner Wahl.

Der Blick hinter die Kulissen zeigt aber, dass sich die Ereignisse damit wiederholen. Auch im Mai 2014 kam es zu einem Umsturz an der Spitze und der damalige Präsident Karl Hillinger erklärte nach Unstimmigkeiten seinen Rücktritt.

Diesmal forderten fünf von neun Landesverbänden eine außerordentliche Generalversammlung und am Ende hat sich die Fraktion der Bundesländer Niederösterreich (43 Vereine), Öberösterreich (32), Vorarlberg (10), Tirol und Burgenland (je 3) durchgesetzt.

Zwei Vorarlberger im Präsidium

Der Vorarlberger Fachverband hat mit Unterstützung seiner Mitgliedsvereine aktiv zur Wende in der ÖKB-Führungsetage beigetragen und ist mit Schriftführer Rainer Rauch (KC Mäder) und dem Geschäftsführer von Karate Vorarlberg, Peter Karg (Rechnungsprüfer) mit zwei Personen im neuen ÖKB-Präsidium vertreten. Gerhard Grafoner, Sportdirektor im Vorarlberger Verband, erhofft sich vom neuen ÖKB-Management, dass dieses die aktive Entwicklung des Landesverbandes unterstützt und dass eine erfolgreiche Kooperation zwischen Bundes- und Landesverband zur Bündelung von Kräften und Ressourcen und zur Ausrichtung auf gemeinsame Ziele führt.

Die Vorwürfe hinter vorgehaltener Hand, dass man im Vorfeld der Wahl in Vorarlberg die Vereine nicht genügend informiert habe, will Grafoner nicht ohne weiteres akzeptieren. „Meiner Meinung nach haben wir die Sache sehr ernst genommen und alle Aktivitäten sehr professionell abgehandelt. In einer Demokratie liegt es in der Natur der Sache, dass man nicht immer einer Meinung ist. Doch wir haben zwei Informationsabende abgehalten und dann eine Abstimmung gemacht. Von den zehn stimmberechtigten Vereinen haben sechs zugestimmt und je zwei sich enthalten bzw. dagegen entschieden. Anschließend wurden drei Personen nominiert, die dann bei der Generalversammlung die drei Stimmen Vorarlbergs für die Partie Klausberger abgegeben haben.“

Detaillierte Informationen über die Pläne und die Zielsetzung des ÖKB-Vorstands sind nächste Woche zu erwarten. Bereits kommenden Montag findet nämlich in Linz die erste Vorstandssitzung des ÖKB-neu statt.

Die drei Vorarlberger Stimmen bei der Wahl gingen an das neugewählte Führungsteam.

Gerhard Grafoner

Karate

Das neue Präsdium des Österreichischen Karatebundes (ÖKB)

Präsident: Dr. Simon Klausberger (OÖ)

Vizepräsidenten: Engelberg Krapf (NÖ) und MMag. Anna Reifberger (S)

Finanzreferent: Mag. Dr. Christian Plöchl (NÖ)

Finanzreferent Stellvertreter: Christian Reiter (S)

Schriftführer: Rainer Rauch (KC Kleiner Drache Mäder)

Schriftführer Stellvertreter: Thomas Schell (OÖ)

Beirat: Josef Nagl (B)

Rechnungsprüfer: Peter Karg (Karate Vorarlberg) und Josef Renz (NÖ)

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