IHRE MEINUNG IST UNS WICHTIG!
Hier klicken und mitmachen!

EL-Play-off-Spiel besonderes Zuckerl

von Christian Adam
Altachs Mahop und Co. peilen künftig einen Top-Sechs-Platz an. apa

Altachs Mahop und Co. peilen künftig einen Top-Sechs-Platz an. apa

Noch allerdings wirft der neue Modus in der Fußball-Bundesliga viele Fragen auf.

Wien. Der Modus der österreichischen Fußball-Bundesliga nimmt nach der bereits beschlossenen Reform konkrete Formen an. Nachdem in dieser Woche mit der vierten Runde die Sitzungen der Arbeitsgruppen abgeschlossen wurden, zeichnet sich eine Meisterschaft mit Grunddurchgang, Finaldurchgang und einem Europa-League-Play-off ab. Die Entscheidung fällt am 9. Dezember bei der Bundesliga-Hauptversammlung.

Ausgangslage war die Aufstockung der Bundesliga ab der Saison 2018/19 von zehn auf zwölf Clubs, die zweite Klasse (Erste Liga) wird als eine Mischung aus Amateur- und Proficlubs von zehn auf 16 Vereine vergrößert. Die Analyse des niederländischen Consulting-Unternehmens Hypercube, das den Prozess begleitet hat, hat betreffend Bundesliga ergeben, dass die Aufstockung nur dann zu einer Verbesserung führt, wenn die Meisterschaft in einem Zwei-Phasen-Modell gespielt wird und auch für einen Verein des „unteren“ Play-offs die Möglichkeit besteht, sich einen Europacup-Startplatz zu holen.

Viele offene Fragen

So wird das voraussichtlich auch kommen. Demnach wird die höchste österreichische Spielklasse ab 2018/19 zunächst in einem Grunddurchgang der zwölf Teams (jeder gegen jeden, 22 Runden) gespielt. Anschließend erfolgt ein Finaldurchgang mit einer Meistergruppe (Plätze 1 bis 6 des Grunddurchgangs) und einer Qualifikationsgruppe (Plätze 7 bis 12 des Grunddurchgangs), in der innerhalb der Gruppe jeder gegen jeden spielt (10 Runden). Zumindest der Sieger der Qualifikationsgruppe soll danach in einer dritten Meisterschaftsphase die Möglichkeit haben, sich in einem Europa-League-Play-off noch für den Europacup zu qualifizieren.

Wie diese dritte Phase gespielt wird, ist offen. Das könnte eine Ausscheidung zwischen Drittem der Meistergruppe und Erstem der Qualifikationsgruppe bis hin zu mehr involvierten Clubs (auch Zweiter, Vierter und Fünfter der Meistergruppe bzw. Zweiter der Qualifikationsgruppe) bis zu mehrstufigem Play-off (Halbfinale und Finale) gehen. Offen ist auch noch, ob der Titel in einem Meister-Play-off vergeben wird oder ob es zwischen Grund- und Finaldurchgang eine Punkteteilung geben wird. Genau da scheiden sich im Moment die Geister.

Es gibt noch etwas zu beachten, wie Altachs Sportchef Georg Zellhofer betont. „Es darf nicht so weit kommen, dass das Ligaformat für den Fan nicht mehr verständlich ist. Punkteteilung hin, Punkteteilung her – es muss für alle leicht nachvollziehbar sein.“ Damit lasse sich das Produkt Fußball dann auch leichter verkaufen, zumal zusätzliche Play-off-Spiele einen neuen Anreiz darstellen und auch die TV-Verträge neu verhandelt werden müssen.

Die zweite Gruppe muss interessant bleiben, deshalb ist ein Europacup-Platz sicherlich ein Anreiz.

Georg Zellhofer
Artikel 1 von 1
Bitte melden Sie sich an, um den Artikel in voller Länge zu drucken.

Bitte geben Sie Ihren
Gutscheincode ein.

Der eingegebene Gutscheincode
ist nicht gültig.
Bitte versuchen Sie es erneut.
Per E-Mail teilen
Entdecken Sie die VN in Top Qualität und
testen Sie jetzt 30 Tage kostenlos.