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Liegendbewerb auf Abschussliste

von jochen dünser
Rajmond Debevec verkündete die ISSF-Pläne im Internet.

Rajmond Debevec verkündete die ISSF-Pläne im Internet.

Königsdisziplin im Kleinkaliberschießen soll aus Olympiaprogramm fallen.

Hohenems. Noch fehlt die offizielle Bestätigung des Internationalen Sportschützenverbandes (ISSF). Doch sollten die Analysen und Entscheidungen nach dem dritten Zusammentreffen des ISSF-Ad-Hoc-Ausschusses in München umgesetzt werden, wird der Kleinkaliber-Liegendbewerb aus dem olympischen Programm gestrichen. Eine endgültige Entscheidung über das olympische Programm 2020 in Tokio soll bis Mitte kommenden Jahres getroffen und kommuniziert werden.

Direkt betroffen von den geplanten Änderungen ist Vorarlbergs Paradegewehrschütze Thomas Mathis. Der 26-jährige Hohenemser hatte in Rio in seiner Spezialdisziplin Rang 17 belegt und zählt zu den Top-25-Schützen weltweit in dieser Sparte. „Natürlich ist so etwas wie ein Schlag ins Gesicht. Doch in der Szene sind schon im Vorfeld der Spiele in Rio solche Meldungen durchgesickert. Nicht nur für mich persönlich, auch für viele andere Kollegen ist der Vorschlag nur schwer zu verstehen, ist das Liegendschießen doch jener Bewerb, an dem sich die meisten Schützen bei Weltcups beteiligen und wird als Königsdisziplin bezeichnet“, betont Vorarlbergs Olympiaschütze zähneknirschend.

Teambewerb mit Luftgewehr

Der Schießsport war in Rio mit neun Männer- und sechs Frauen-Bewerben im Olympia-Programm vertreten. Um der Forderung des Internationalen Olympischen Komitees in der Agenda 2020 zur Gleichstellung der Geschlechter zu entsprechen, werden die 15 olympischen Bewerbe (je fünf Gewehr, Pistole und Schrotflinte) beibehalten. Nun hat das Evaluierungskomitee entschieden, in jeder Sparte einen Männerbewerb zugunsten eines Mixed-Teambewerbs zu ersetzen. Im Fall der Männer wird der KK-Liegendbewerb (50 m) durch einen Luftgewehr-Teambewerb (10 m) ersetzt. Ähnlich die Sache bei den Pistolenschützen, wo die Freie Pistole (50 m) dem 10-m-Luftpistolebewerb weichen muss.

Bis zur definitiven Entscheidung des IOC über das Programm 2020 in Tokio beabsichtigt die ISSF, den am 22. Februar in Neu Delhi beginnenden ISSF-Weltcup in der ursprünglichen Form (Anm. mit einem KK-Liegendbewerb) durchzuführen. Der vorgeschlagene Mixed-Team-Wettkampf, den es in dieser Form bereits bei den Europaspielen 2015 in Baku als Test­event gab, soll dann erstmals bei der WM ab 21. Juli in Baku ausgetragen werden.

„Aufgrund der Aktualität der Informationen ist es nicht möglich, bereits jetzt Rückschlüsse zu ziehen. Ich denke, in näherer Zukunft wird es dann schon konkretere Pläne geben, und dann werde ich meine sportliche Zielsetzung fixieren. Vorerst konzentriere ich mich in meiner Paradedisziplin auf den Weltcupstart in Indien“, so Mathis.

<p class="caption">Vorarlbergs Paradeschütze Thomas Mathis bangt um die Zukunft seiner Paradedisziplin Kleinkaliber-Liegend. Foto: steurer</p>

Vorarlbergs Paradeschütze Thomas Mathis bangt um die Zukunft seiner Paradedisziplin Kleinkaliber-Liegend. Foto: steurer

Solche Entscheidungen treffen leider andere Leute, und wir Schützen müssen es akzeptieren.

Thomas Mathis

Schießen

Die wichtigsten Termine 2017 Internet: www.issf-sports.org

Zeitraum Bewerb Ort

22. Februar bis 4. März: 1. Station ISSF-Weltcup Neu Delhi (IND)

6. bis 12. März: Europameisterschaft Luftgewehr Marburg (SLO)

17. bis 24. Mai: 2. Station ISSF-Weltcup München (GER)

6. bis 14. Juni: 3. Station ISSF-Weltcup Gabala (AZE)

21. Juli bis 4. August: Weltmeisterschaft Kleinkaliber Baku (AZE)

23. bis 30. Oktober: Finale ISSF-Weltcup Neu Delhi (IND)

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