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ARD und ZDF sitzen nicht mehr in der ersten Reihe

Nahm viel Geld in die Hand: Das US-Unternehmen Discovery. Foto: ap

Nahm viel Geld in die Hand: Das US-Unternehmen Discovery. Foto: ap

Eurosport wird in Deutschland exklusiv von den nächsten vier Olympischen Spielen live berichten.

hannover. Die Olympia-Fans sitzen bei ARD und ZDF künftig nicht mehr in der ersten Reihe. Trotz Verhandlungen „bis an die Schmerzgrenze“ werden die Olympischen Spiele 2018 bis 2024 nicht live im öffentlich-rechtlichen Fernsehen zu sehen sein. ARD und ZDF kamen in den Verhandlungen mit Rechte-Inhaber Discovery zu keiner Einigung über eine Sublizenz – und bleiben erstmals in ihrer Geschichte bei Sommer- und Winterspielen außen vor. Der ORF dagegen hat sich die Rechte für die Olympischen Winterspiele 2018 in Pyeongchang und die Sommerspiele 2020 in Tokio bereits gesichert.

ARD und ZDF nahmen die Entscheidung des US-Medien­unternehmes, die Großereignisse im Alleingang bei Eurosport zu übertragen, mit „großem Bedauern“ auf. „Wir müssen erkennen, dass die Forderungen von Discovery bei Weitem über dem liegen, was von uns verantwortet werden kann. Wir sind zu wirtschaftlichem Umgang mit Beitragsgeldern verpflichtet“, sagte Ulrich Wilhelm, Sportrechte-Intendant der ARD. ZDF-Intendant Dr. Thomas Bellut meinte: „Wir sind Discovery bis an unsere Schmerzgrenze entgegengekommen.“

1,3 Millarden geboten

Danach sieht es allerdings nicht aus, zumal Susanne Aigner-Drews, Deutschland-Chefin von Discovery, ARD und ZDF nur zurückhaltendes Interesse bescheinigte. „Wir haben uns daraufhin entschlossen, die Spiele auf unseren eigenen Sendern und Plattformen auszuwerten“, sagte Aigner-Drews. Discovery hatte die Rechte für den europäischen Markt vom Internationalen Olympischen Komitee im Sommer 2015 für 1,3 Milliarden Euro erworben. Neben den frei empfangbaren Kanälen Europsport und DMAX plant Discovery für die olympischen Übertragungen auch den Pay-TV-Sender Eurosport 2 und das digitale Angebot Eurosport-Player ein. „Eurosport garantiert eine umfassende Verbreitung der Olympischen Spiele in Deutschland und übertrifft damit die Anforderungen des IOC sowie die rechtlichen Vorgaben“, heißt es in einem Discovery-Statement. Nach IOC-Angaben müssen von Winterspielen 100, von Sommerspielen 200 Stunden im Free-TV übertragen werden.

Die Zuschauer sollten sich keine Sorgen machen, dass Eurosport während der Spiele die deutsche Perspektive aus den Augen verliere. „Wir gehen einen großen Schritt: Eurosport soll nicht mehr nur als ein paneuropäischer Sender gesehen werden, sondern als das, was er auch ist: ein lokalisierter, deutscher Sender mit deutschen Gesichtern, deutschen Produktionen und deutschen Geschichten“, sagte Eurosport-Geschäftsführer Peter Hutton. Neben den Rechten an den Olympischen Spielen hat sich Discovery auch ein Paket von 43 Partien der Fußball-Bundesliga gesichert, die bei Eurosport 2 übertragen werden.

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