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Unterschied größer als ein Tor

von Christian Adam
Wie schon gegen Sturm, war Boris Prokopic auch gegen Ried bester Akteur am Platz und von den Riedern, im Bild Marcel Ziegl, kaum zu halten. Foto: gepa

Wie schon gegen Sturm, war Boris Prokopic auch gegen Ried bester Akteur am Platz und von den Riedern, im Bild Marcel Ziegl, kaum zu halten. Foto: gepa

Souveränes Altach dank 1:0-Heimsieg über Ried wieder alleiniger Tabellenführer.

Altach. Gefrierschranktemperaturen und dennoch heiße Stimmung in der Cashpoint Arena. Verständlich, denn Altach holte sich dank eines 1:0-Siegs die Tabellenführung zurück. Zum dritten Mal in dieser Saison strahlen Netzer und Co. von Platz eins. Einstellung und Umsetzung stimmten – und das obwohl Coach Werner Grabherr doch kräftig durchrotierte. Gleich fünf Spieler standen neu in der Grundformation, an der taktischen Ausrichtung aber änderte sich dadurch nichts. Auch der Spielfluss litt in keiner Weise darunter. Vielmehr lief der Ball im Offensivbereich munter durch die eigenen Reihen, während die Defensivfraktion rund um Kapitän Philipp Netzer nichts anbrennen ließ. So waren es fast geruhsame 45 Minuten für Teamtorhüter Andreas Lukse. Nur einmal wurde er gebraucht, bei einem direkten Freistoß von Thomas Bergmann. Der Ball kam scharf über die Mauer, doch Lukse drehte den Ball um den Pfosten (44).

Davor waren es vor allem seine Vorderleute, die das Spiel über weite Strecken ganz sicher kontrollierten. Gegen ein Ried, das vor allem nach dem frühen Gegentor doch merklich an Gegenwehr zulegte und das Tempo zu verschärfen versuchte. Es war aber auch exakt dieser Treffer, der so richtig für Stimmung in der Arena sorgte. Die Art und Weise, wie Dimitri Oberlin an der Seitenlinie seinen Gegenspieler Thomas Bergmann abschüttelte, ideal auf Daniel Luxbacher aufspielte und dieser mit einem Pass in den Rücken der Abwehr Torschütze Boris Prokopic in Stellung brachte, war allererste Sahne. Wunderbar wie Letzterer sich den Ball mit der Hacke mitnahm und dann trocken einschoss (11.). Für den 28-Jährigen war es zudem sein erster Saison­treffer.

Noch einmal Tempo erhöht

Keine Spur von Zufriedenheit im Lager der Altacher zur Halbzeitpause. Dementsprechend motiviert kam die Elf von Trainer Werner Grabherr zurück auf den Platz. Von der ersten Minute wurde Ried nun unter Druck gesetzt. Der Kombinationsfußball funktionierte, das Zusammenspiel war zeitweise eine Augenweide. Einziges Manko der Altacher: Aus der Überlegenheit wurden zuwenige echte Torchancen kreiert. Wieder besorgte Oberlin, der in Eins-zu-Eins-Situationen kaum zu halten war, mit einer Vorlage auf Prokopic die erste echte Möglichkeit, doch der Torschütze scheiterte an Torhüter Thomas Gebauer (59.). Kurze Zeit später kam erneut Prokopic zum Abschluss, doch sein Kopfball nach einer Salomon-Flanke strich über das Tor (65.). Und so bescherte sich Altach noch eine spannende Schlussphase, in der sich erst Lukse bei einem Kopfball von Patrick Möschl so richtig strecken musste (69.) und dann auch noch Thomas Fröschl in der Nachspielzeit (95.) an einem Flankenball vorbeirutschte.

So blieb es beim resultatsmäßig zwar knappen, vom Spielverlauf aber überlegenen Sieg für Altach. Dank einer starken Mannschaftsleistung, einer gelungenen Rotation, eines konzentrierten und fokussierten Auftritts. Hinzu kam die spielerische Klasse, die beim Tabellenführer immer wieder aufblitzte.

<p class="caption">44 Minuten hat er gefroren, dann war Andreas Lukse da und parierte bravourös den von Thomas Bergmann getretenen Freistoß. Foto: gepa</p>

44 Minuten hat er gefroren, dann war Andreas Lukse da und parierte bravourös den von Thomas Bergmann getretenen Freistoß. Foto: gepa

Es ist immer ein gutes Gefühl, von Platz eins zu lachen.

Werner Grabherr

Fußball

Die Zahlen zum Spiel

Cashpoint SCR Altach SV Ried

11 Schüsse gesamt 7

 3 Schüsse auf das Tor 2

65 % Ballbesitz 35 %

 5 Ecken 5

14 Flanken aus dem Spiel 12

58 % Zweikampfquote 42 %

 0 Abseits 6

79 % Passquote 67 %

10 Fouls 13

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