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Mit den Routiniers ist zu rechnen

Max Franz war mit Platz vier der schnellste ÖSV-Mann im zweiten Abfahrtstraining. Foto: gepa

Max Franz war mit Platz vier der schnellste ÖSV-Mann im zweiten Abfahrtstraining. Foto: gepa

Die „üblichen Verdächtigen“ fahren um den Sieg – los geht es heute mit einem Super-G.

VAl d‘Isere. Beim Weltcup-Speed-Auftakt der alpinen Ski-Herren in Val d‘Isere ist laut Hannes Reichelt mit den „üblichen Verdächtigen“ zu rechnen. Im Abschlusstraining für die Abfahrt, die am Samstag (10.45 Uhr) auf dem Programm steht, markierte der Ex-Weltmeister Erik Guay knapp vor Spezial-Weltcupsieger Peter Fill (+0,03 Sek.) Bestzeit.

Guay will nicht Favorit sein

Hinter diesem Duo klaffte ein größeres Loch. Kjetil Jansrud, Abfahrts- und Super-G-Weltcupsieger der Saison 2014/15, folgte mit 0,86 Sekunden Rückstand auf die Bestzeit auf Platz drei. Der Kärntner Max Franz (0,94) wurde als bester Österreicher Vierter und war damit der einzige ÖSV-Mann in den Top Ten. Auch Norwegens Routinier Aksel Lund Svindal (1,27) und Olympiasieger Matthias Mayer aus Kärnten (1,31) zeigten mit den Rängen elf und zwölf, dass mit ihnen nach langer Verletzungspause wieder zu rechnen ist. Reichelt, der sich vor zweieinhalb Monaten einer Wirbelsäulenoperation unterzogen hatte, wird nach Platz 20 (1,79) ebenfalls sein Comeback geben.

„Es war ein bisschen schneller und schlagiger als gestern. Es läuft gut für mich, aber ich bin nicht der Topfavorit“, meinte Guay nach seiner sauberen Fahrt auf der Piste Oreiller-Killy, auf der heute ein Super-G auf dem Programm steht. In diesem hofft ÖSV-Superstar Marcel Hirscher, der auf seinen sechsten Gesamt-Weltcup-Triumph in Serie losgeht, auf Punkte. Im Abfahrtstraining wurde er zwar erneut nur 75., war aber im Vergleich zum Vortag gleich um 3,54 Sekunden flotter. „Ich war viel schneller als gestern, die anderen aber auch“, betonte Hirscher. „Ich habe das Zögern sicherlich minimieren können und bin echt happy. Für die zweite Trainingsfahrt im heurigen Jahr darf ich sehr zufrieden sein“, betonte der 27-Jährige, der in der Königsdisziplin noch viel Aufholbedarf hat. „Für mich ist wichtig, dass ich hier viel lerne. Ich bin einfach komplett blank, was die Abfahrt betrifft. Jeder Meter, der sich über 100 km/h bewegt, ist für mich sehr, sehr lehrreich.“

Klaus Kröll bestreitet dagegen seine bereits 150. Weltcup-Abfahrt. Der 36-jährige Steirer, der seit eineinhalb Jahrzehnten zum ÖSV-Welt-
cup-Team zählt, landete mit 2,03 Sekunden Rückstand auf dem 25. Rang. „Ich habe im Mittelteil einen großen Fehler gehabt und damit gleich neun Zehntel verloren“, wusste Kröll, dass er sicher noch Reserven fürs Rennen hat. „Das ist eine schwere Strecke, um schnell zu sein. Da darf man sich nichts leisten, da reicht schon eine Kleinigkeit“, erklärte der Routinier zur Pisten-Charakteristik.

Franz war beim ersten Kennenlernen der Strecke und der Sprünge nur 46. gewesen. „Heute habe ich nicht mehr gebremst. Für die Leistung gestern habe ich mich ein bisschen geschämt“, gestand der 27-Jährige, als er auf seinen fulminanten Leistungssprung angesprochen wurde. „Ein, zwei Passagen waren aber noch nicht so, wie sie gehören. Schauen wir mal, wo die 0,94 Rückstand herkommen. Es tut auf jeden Fall gut, wieder dabei zu sein, da lässt es sich heute leichter schlafen.“

Reichelt, am Vortag nur 63., sprach von einer „Riesensteigerung, die ich mir aber erwartet habe“. In den schlagigen Passagen und bei weiten Sprüngen müsse er noch die Zähne zusammenbeißen, für den mittleren und unteren Streckenteil, habe er etwas Reserve. „Und ich hoffe auch auf meinen Servicemann, sagte der 36-Jährige, der sich auf der Abfahrt derzeit wohler fühlt. „Im Super-G fehlt mir ein bisschen die Selbstverständlichkeit, dass ich in brenzligen Situationen das Richtige tue.“

Luft nach oben

Der nach seiner Brustwirbel-Fraktur wieder genesene Mayer merkte nach einer Fahrt mit ein paar Fehlern ebenfalls an, dass auf jeden Fall noch Luft nach oben da sei. „Ich freue mich, dass ich wieder da mitfahren und meine Leidenschaft auf der Piste ausleben darf“, betonte der 26-Jährige vor seinem Comeback. Topfavorit für Mayer ist Fill, der schon 2009 in Val d‘Isere Super-G-Vizeweltmeister wurde und laut dem Kärntner „heuer hier anscheinend alles zerreißen will“.

Für mich ist es hier wichtig, dass ich viel lerne.

MArcel Hirscher

Ski alpin

2. Training Herrenabfahrt Val d‘Isere

1. Erik Guay (CAN) 2:00,24 Min.

2. Peter Fill (ITA) + 0,03 Sek.

3. Kjetil Jansrud (NOR) + 0,86

4. Max Franz (AUT) + 0,94

5. Valentin Giraud Moine (FRA) + 0,97

6. Adrien Theaux (FRA) + 1,07

7. Josef Ferstl (GER) + 1,15

8. Patrick Küng (SUI) + 1,17

9. Travis Ganong (USA) + 1,21

10. Aleksander Aamodt Kilde (NOR) + 1,26

11. Aksel Lund Svindal (NOR) + 1,27

12. Matthias Mayer (AUT) + 1,31

17. Vincent Kriechmayr (AUT) + 1,43

20. Hannes Reichelt (AUT) + 1,79

23. Daniel Danklmaier (AUT) + 1,99

25. Klaus Kröll (AUT) + 2,03

31. Patrick Schweiger (AUT) + 2,21

32. Romed Baumann (AUT) + 2,28

38. Otmar Striedinger (AUT) + 2,46

45. Georg Streitberger (AUT) + 2,69

46. Christian Walder (AUT) + 2,73

55. Frederic Berthold (AUT) + 3,13

60. Joachim Puchner (AUT) + 3,46

75. Marcel Hirscher (AUT) + 5,39

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