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Erdbeben verwüsten Dörfer in Mittelitalien

Ein Einwohner des Städtchens Camerino vor dem eingestürzten Turm der örtlichen Kirche.  Foto: AP

Ein Einwohner des Städtchens Camerino vor dem eingestürzten Turm der örtlichen Kirche.  Foto: AP

Ein Toter und immense Sachschäden nach heftigen Erdstößen in der Region Marken.

Rom. Die neue Erdbebenserie in Italien hat Schäden, Angst und Tausende Menschen in Obdachlosigkeit hinterlassen. Einen Tag nach den schweren Erdstößen am Mittwochabend wird das Ausmaß der Katastrophe deutlich: Bewohner der betroffenen Regionen stehen vor den Trümmern ihrer Existenz. Ein Mann starb, allerdings an einem Herzinfarkt. Mehrere Menschen wurden verletzt.

Nachbeben erschütterten immer wieder die Dörfer in der Bergregion, die schon nach dem schweren Erdbeben im August getroffen wurde. Mehr als 4000, wenn nicht gar 5000 Menschen sind nach Angaben des Zivilschutzes obdachlos. „Die Situation ist dramatisch, nur durch ein Wunder gibt es keine Toten und Schwerverletzten, aber die Schäden sind gewaltig“, zitierte die Nachrichtenagentur Ansa Sprecher Angelo Sciapichetti. Grund dafür könnte sein, dass viele Menschen bei den Beben die Chance hatten, ins Freie zu laufen. Und viele Häuser waren wegen des Sommerbebens sowieso schon nicht mehr bewohnbar.

„Die Leute geben auf“

„Es ist eine Katastrophe, 80 Prozent der Wohnungen sind wohl unbewohnbar. Und mit den neuen Beben geben die Leute auf“, sagte der Bürgermeister des Dorfes Ussita, Marco Rinaldi. Im nahen Castelsantangelo sul Nera ist laut Bürgermeister Mauro Falcucci der gesamte historische Ortskern beschädigt: „Das Zentrum ist Sperrgebiet.“

Die Obdachlosen sollten nicht in Zelten untergebracht werden, sondern in Hotels und anderen Unterkünften, betonte Zivilschutzchef Fabrizio Curcio. Am Donnerstag startete ein Bus von der Gemeinde Visso, Epizentrum des Erdbebens, in Richtung der Adria-Badeortschaft Civitanova Marche. 120 Personen waren an Bord, vor allem Senioren, die wegen der niedrigen Temperaturen nicht die Nacht im Freien verbringen können. In Visso sind zwei Drittel der Gebäude nicht mehr nutzbar, berichtete Bürgermeister Giuliano Pazzaglini. In der Erdbebenregion wurden mehrere Krankenhäuser, ein Altenheim sowie ein Gefängnis evakuiert, alle Schulen bleiben geschlossen.

Die beiden Erdstöße der Stärke 5,5 und um die 6 ereigneten sich ganz in der Nähe jener Region, die erst Ende August heftig getroffen worden war. Damals kamen die meisten Menschen in der Stadt Amatrice ums Leben. Der dortige Bürgermeister Sergio Pirozzi sagte, auch in seinem Ort sei es erneut zu Schäden gekommen.

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