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Hebamme muss wegen Mordversuchs in Haft

München. Eine Hebamme muss wegen sieben versuchter Morde sowie gefährlicher und schwerer Körperverletzung im Kreißsaal 15 Jahre in Haft. Das Landgericht München I verhängte am Freitag außerdem ein lebenslanges Berufsverbot. Die Patientinnen hätten „insbesondere in der geschützten, klinischen Umgebung“ keinen Angriff auf ihr Leben erwartet, sagte der Vorsitzende Richter des Schwurgerichtes, Michael Höhne. Das habe die Angeklagte bewusst ausgenutzt, um Frust abzubauen. „Sie war verärgert über die aus ihrer Sicht fehlende Wertschätzung und Anerkennung. Mit der Schaffung von Krisensituationen wollte sie ihren Ärger abreagieren.“

Die 35-Jährige hat nach Überzeugung des Gerichtes Patientinnen bei Kaiserschnitt-Geburten in Bad Soden bei Frankfurt und im Münchner Klinikum Großhadern heimlich den Blutverdünner Heparin verabreicht. Sie wären ohne Notoperationen gestorben. Die Angeklagte sei die einzige Person, die in allen Fällen Zugang zu den Patientinnen hatte, sagte Richter Höhne.

Die Angeklagte hatte die Vorwürfe stets bestritten und will das Urteil offenbar anfechten. „Wir werden das Urteil anfechten und weiterhin dafür streiten, dass unsere Mandantin sich letztlich von diesem Makel befreien kann“, erklärte nach dem Prozess ihr Anwalt.

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