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In Marrakesch wird um Welt-Klima gerungen

Konsequenz des Pariser Abkommens: UN-Klimakonferenz in Marrakesch gestartet.

Marrakesch. Bei der Vorgängerkonferenz hätten die Staaten „alle zusammen möglich gemacht, was als unmöglich galt“, sagte Frankreichs Umweltministerin Ségolène Royal zum Auftakt des Treffens in Marrakesch. Royal betonte, dass Afrika am meisten vom Klimawandel betroffen sei. „Der Klimawandel ist in Afrika
am grausamsten und ungerechtesten“,

sagte sie. „Der afrikanische Kontinent leidet am meisten darunter, ohne dafür verantwortlich zu sein“, sagte sie unter Verweis auf Naturkatastrophen und Wüstenbildung. „Von den 50 Ländern, die am meisten von der Klimaerwärmung betroffen sind, befinden sich 36 im subsaharischen Afrika.“ Die reichen Länder hingegen verhielten sich im Umgang mit natürlichen Ressourcen so, „als ob es drei Planeten gäbe“.

Trump will Abkommen kippen

Zwei Wochen lang beraten 15.000 Teilnehmer aus mehr als 190 Staaten sowie Wissenschafter, Unternehmen und Organisationen über die Umsetzung des Abkommens. Der Blick der Teilnehmer dürfte sich zunächst vor allem auf die USA richten, wo heute gewählt wird. Die USA gehören zu den Unterzeichnerstaaten, die das Abkommen bereits ratifiziert haben. Der republikanische Präsidentschaftskandidat Donald Trump drohte aber im Fall eines Wahlsieges damit, das Abkommen zu kippen. „Das wäre ein Schock“, sagte Frankreichs Klima-Unterhändlerin Laurence Tubiana. „Hoffentlich kommt es nicht so weit.“ Nach Ségolène Royals Worten ratifizierten von den 192 Unterzeichnerstaaten inzwischen hundert Länder das Pariser Abkommen. Royal rief die noch fehlenden Staaten auf, dem Beispiel bis zum Jahresende zu folgen.

Der globale Klimaschutzvertrag war im Dezember 2015 in Paris beschlossen worden. Er trat vor wenigen Tagen, früher als erwartet in Kraft und sieht vor, die Erderwärmung auf deutlich unter zwei Grad, möglichst auf unter 1,5 Grad im Vergleich zum vorindustriellen Zeitalter zu begrenzen. Die bisher vorliegenden nationalen Zusagen zur Verringerung des Treibhausgasausstoßes reichen dazu allerdings nicht aus. In Marrakesch soll es nun unter anderem um die Regeln für eine regelmäßige Überprüfung der Zusagen gehen.

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