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In Vietnam boomt der Handel mit Elfenbein

Neben Regierungsvertretern aus 50 Ländern ruft auch Prinz William auf, dem Handel mit bedrohten Tierarten nicht länger untätig zuzuschauen.

Neben Regierungsvertretern aus 50 Ländern ruft auch Prinz William auf, dem Handel mit bedrohten Tierarten nicht länger untätig zuzuschauen.

Internationale Konferenz will das Geschäft mit Wildtieren eindämmen.

Hanoi. Vietnam ist ein wichtiges Drehkreuz für den Handel mit Wildtier-Produkten wie etwa Elfenbein. Das Land ist sowohl ein wichtiger Konsument als auch ein wichtiges Transitland für den Umschlag solcher Güter, die insbesondere aus Afrika in andere asiatische Länder, vornehmlich China, geliefert werden. Die Produkte kommen vielfach in der traditionellen asiatischen Medizin zum Einsatz, obwohl sie nur eine geringe oder gar keine erwiesene Wirkung haben. Der Handel mit Produkten aus Wilderei hat Schätzungen zufolge einen Umfang von 20 Milliarden Dollar (18,7 Milliarden Euro). Nach Angaben von Umweltschützern hat die Wilderei einige Tierarten wie etwa Nashörner schon an den Rand der Ausrottung gebracht.

Die stärkere Bekämpfung des Handels mit Wildtier-Produkten in China hat den Schwarzmarkt in den vergangenen Jahren zunehmend nach Vietnam verlagert.

Wie der illegale Wildtierhandel besser eingedämmt werden kann, ist seit Donnerstag Thema einer zweitägigen internationalen Konferenz in Vietnam. Neben Regierungsvertretern aus 50 Ländern ist auch Prinz William dabei, um bessere Strategien gegen das illegale Geschäft mit Elfenbein, Nashörnern und Körperteilen anderer wilder Tiere zu entwickeln. „Nashörner, Elefanten, Schuppentiere, Löwen werden immer noch in erschreckend hoher Zahl getötet“, sagte William am Donnerstag zum Auftakt der internationalen Konferenz. „Wir wissen, dass wir nicht schnell genug vorankommen, um mit der Krise Schritt zu halten“, sagte William. Nach Fortschritten im Kampf gegen das Artensterben falle die internationale Gemeinschaft mittlerweile wieder zurück.

Vietnams Vize-Präsidentin Dang Thi Ngoc Thinh hob bei der Konferenz hervor, dass im Kampf gegen Wilderei und den illegalen Handel mit Wildtieren internationale Zusammenarbeit entscheidend sei. „Der illegale Handel mit Wildtieren hat zugenommen und wird komplizierter“, sagte sie. „Das ist eine globale Angelegenheit“, die kein Land allein lösen könne.

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