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48 arme Länder wollen Ausstieg aus der Kohle

Vertreter aus 200 Staaten nahmen an der UN-Konferenz teil. AFP

Vertreter aus 200 Staaten nahmen an der UN-Konferenz teil. AFP

Erklärung bei Klima-Konferenz in Marrakesch angenommen. Schneller Umstieg auf erneuerbare Energie.

marrakesch. Dutzende Staaten verpflichten sich zum Abschied von Kohle, Öl und Gas: Insgesamt 48 vor allem arme Länder wollen so schnell wie möglich in der heimischen Energieerzeugung ganz auf erneuerbare Quellen wie Wind und Sonne umstellen. Gemeinsam nahmen sie am Freitag eine Erklärung, die sogenannte Marrakesch-Vision, am Rande der Klimakonferenz in Marokko an. Ziel ist, die gefährliche Erderwärmung auf 1,5 Grad Celsius zu begrenzen.

Zu den Unterzeichnern gehören unter anderem das Gastgeberland selbst, Kambodscha, Sudan und die pazifische Inselrepublik Kiribati. Die meisten dieser Staaten sind Mitglieder der Koalition jener Länder, die besonders von der Erderwärmung betroffen sind. Umweltschützer betonten, dass die Staaten damit noch über die Ziele des Paris-Abkommens hinausgehen.

Vor knapp einem Jahr hatte sich die Weltgemeinschaft verpflichtet, in der zweiten Hälfte des Jahrhunderts nicht mehr Treibhausgase in die Atmosphäre zu pusten als etwa in Wäldern wieder gespeichert werden kann. Atomkraft als Energiequelle wird dabei nicht ausgeschlossen. Die Unterzeichner wollen dagegen bis 2050 komplett auf Erneuerbare umschwenken. Stephan Singer vom Umwelt-Dachverband Climate Action International erklärte, Energieexporte aus fossilen Brennstoffen seien nicht vorgesehen.

Auf der zweiwöchigen UN-Konferenz in Marrakesch, an der Vertreter aus fast 200 Staaten teilnehmen, ging es vor allem um technische Fragen zur Umsetzung des Klimaabkommens und Zeitpläne für weitere Verhandlungen. Sie sollte eigentlich am Freitagabend offiziell enden, es wurde allerdings noch bis in die Nacht weiterverhandelt. Die nächste UN-Klimakonferenz findet in Deutschland statt. Vom 6. bis 17. November 2017 kommen die Unterhändler nach Bonn. Die Präsidentschaft hat Fidschi. Da der kleine Staat aber keine Konferenz ausrichten kann, soll das die Stadt übernehmen, in der das UN-Klimasekretariat seinen Sitz hat.

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