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Bakterien füttern ihre Wirte mit Stickstoff

Neues zur Nahrungsversorgung maritimer Wohngemeinschaften.

wien. Bakterien, die mit Meeresmuscheln und Fadenwürmern in Wohngemeinschaft leben, liefern ihren Gastgebern nicht nur Kohlenstoff, sondern versorgen sie auch noch mit Stickstoffdünger. Damit helfen sie ihnen beim Wachsen, wie ein von Wien aus geleitetes Team herausgefunden hat.

Bakterien leben als sogenannte chemosynthetische Symbionten entweder auf der Oberfläche oder im Inneren von Tieren und versorgen ihren Wirt mit Nahrung, zu der er sonst keinen Zugang hätte. Mit der Chemosynthese können sie die Biomasse ohne Sonnenlicht und nur mit chemischer Energie erzeugen. Diese Produktion läuft effizient genug ab, um sowohl das Bakterium als auch seinen Wirt zu ernähren. Dass die Mikroben Kohlenstoff fixieren und ihn dann in für ihre Vermieter verwertbaren Kohlenstoff umwandeln, ist schon länger bekannt. Jillian Petersen vom Department für Mikrobiologie und Ökosystemforschung der Universität Wien ging zusammen mit Forscherkollegen der Frage nach, ob sie das auch mit Stickstoff tun können.

In Proben von Mondmuscheln und Fadenwürmern aus Küstengewässer aus aller Welt wurden sie fündig, indem sie mit modernen Analysemethoden das Erbgut der Bakterien durchleuchteten. In der DNA der Symbionten fanden sich nicht nur Genabschnitte, die für die Fixierung des Stickstoffs nötig sind, es zeigte sich auch, dass die Bakterien diese auch aktiv nützen, indem sie vermutlich auch Stickstoff aus ihrer Umgebung aufnehmen und den Stickstoffabfall ihrer Wirte wiederverwerten.

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