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VN-Interview. Fred Jaklitsch (56)

„Unsere Musik ist einfach ,seerisch'”

von Frank Angerer
„Die Seer“ feiern 20-jähriges Jubiläum. Foto: band

„Die Seer“ feiern 20-jähriges Jubiläum. Foto: band

Live & unplugged: Die „Seer“ sind auf exklusiver „Stad“-Tour und kommen ins Ländle.

Ihr feiert heuer Euer 20-jähriges Jubiläum und könnt auf eine erfolgreiche Zeit zurückblicken. Welche Momente sind Ihnen besonders in Erinnerung geblieben?

Jaklitsch: Die Momente, in denen man als Musiker das Gefühl hat, etwas Menschenverbindendes zu schaffen, Emotionen hervorzurufen, in denen sich Menschen in die Arme nehmen, eine Träne vergießen, herzhaft lachen können, weil unsere Musik in gewissen Situationen Teil ihres Lebens wird. Die großen Heim-Open-Airs mit 20.000 Menschen sind da genauso wichtig wie jene Momente, bei denen „Seer“-Lieder bei Hochzeiten, Taufen und  ähnlichem Eingang finden.

Heimat ist ein wichtiges Schlagwort bei den „Seern“. Was bedeutet Heimat für Sie?

Jaklitsch: Heimat ist geografisch das Ausseerland für mich, emotional natürlich meine Familie, spirituell der Gedanke an ein großes Ganzes, wovon wir ein Teil sind. Heimat ist immer Geborgenheit und Identität.

Ihr habt heuer den dritten Amadeus einheimsen können. Diesmal in der Kategorie Schlager. Würdet Ihr Euch denn als Schlagerband bezeichnen?

Jaklitsch: So alle sieben Jahre kriegen wir den Amadeus, entscheidend für uns ist, welchen Anteil daran das Publikum hat. Wir selbst sehen uns, wenn schon Schublade, dann einfach als „seerisch“.  Musikmachen ist immer noch am spannendsten, wenn es genreübergreifend ist, die Themen lebensnah sind und Menschen positiv bestärkt werden.

Ihr liebt das Live-Spielen und nehmt – wie ich gelesen habe – diese Aufgabe auch sehr ernst. Was macht Ihrer Meinung nach eine gute Live-Band aus?

Jaklitsch: Das gelernte Handwerk am Instrument einerseits, noch wichtig aber Leidenschaft und die Verantwortung, dem Publikum gegenüber 100 Prozent zu geben.  

Ihr seid auf „Stad“-Tour – warum Stad? Was wollt Ihr damit aussagen?

Jaklitsch: Die „Stad-Tour“ ist die Unplugged-Variante der „Seer“. Im Gegensatz zu den großen Sommer-Open-Airs.  Wir mögen das sehr, denn sie findet in kleineren Locations statt, Aug’ in Aug’ mit dem Publikum, teilweise kann man eine Stecknadel fallen hören und die Atmosphäre ist sehr familiär.

Was erwartet die Besucher bei Eurem Konzert in Dornbirn?

Jaklitsch: Ein teilweise adventlich besinnliches Programm mit einigen „seerischen“ Weihnachtsliedern, volksmusikalisch, balladesk. Aber auch die gute Laune kommt nicht zu kurz.

Was haben die „Seer“ für Zukunftspläne?

Jaklitsch: An die 20 vergangenen „Seer“-Jahre noch einige mehr dranzuhängen. Mit unserem treuen Publikum ist das ja schon so viel mehr als in den Anfängen 1996 erträumt. So lange sich einige Menschen finden, die unsere Musik mögen, gibt’s zum Glück keinen Grund aufzugeben. 

Und was wünschen Sie sich persönlich für das kommende Jahr?

Jaklitsch: Wenn mir einige persönliche musikalische Projekte noch gelingen, dann wär das sehr schön. Am allerwichtigsten ist jedoch, dass meine Familie so gesund und so glücklich beisammenbleibt. Darüber hinaus kann man sich in Zeiten wie diesen eigentlich nur wünschen, dass die Empathie und die Solidarität unter den Menschen in Zukunft wieder zunimmt. 

„Die Seer“: 16. Dezember, Kulturhaus Dornbirn, Karten: Musikladen (05522/41000).

Zur Person

Fred Jaklitsch

Geboren: 22. Jänner 1960

Wohnort: Bad Aussee

Familienstand: verheiratet, zwei Kinder

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