„Texte zu schreiben ist für mich wie atmen“

Vorarlberg / 17.01.2017 • 18:25 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Der Frastner Bandi Koeck ist stolz auf seine bisherigen literarischen Werke. Foto: Koeck
Der Frastner Bandi Koeck ist stolz auf seine bisherigen literarischen Werke. Foto: Koeck

Pädagoge und Autor Bandi Koeck hat seinen ersten Roman verfasst.

Frastanz. (VN-js) Lesen, Reisen, Kino und Musik zählt der Frastanzer Bandi Koeck zu seinen beliebtesten Freizeitaktivitäten. Darüber hinaus liebt es der leidenschaftliche Hobbyautor Texte zu verfassen. Mit den VN sprach der 36-Jährige über seine Schreibpassion, Ideen und sein neuestes Werk.

Du bist Autor mehrerer Sach- und Schulbücher, hast Kurzgeschichten verfasst. Nun hast du kürzlich deinen ersten Roman „Möchtegern“ verfasst. Wie kam es dazu?

Koeck: Dass ich einmal einen Roman schreibe, war ein langgehegter Traum. Es kam irgendwie stets der Faktor „Zeit“ dazwischen und so habe ich zwei Anthologien und mit „Wie Daniel in der Löwengrube“ eine Kurzgeschichten- und Gedichtesammlung veröffentlicht und erst vor kurzem mit „Möchtegern“ den Roman verwirklicht. Ich glaube, es braucht nicht nur mehr Zeit, sondern auch etwas mehr Mut dazu.

Was bedeutet das Schreiben für dich?

Koeck: Es klingt vielleicht etwas banal, aber Schreiben ist für mich wie atmen, denn seit ich zu schreiben gelernt habe, hat mich dies nicht mehr losgelassen. Ich schreibe tagtäglich, und es macht mir irre viel Spaß. Durch Schreiben kann ich mich nämlich nicht nur ausdrücken, sondern auch entspannen oder in andere Welten abtauchen.

Wie unterschied sich die Art der Herangehensweise bei deinem ersten Roman?

Koeck: Das Genre der Lyrik ist knallhart, denn es gab in der Geschichte der Menschheit noch nie eine Zeit, in der es so viele Autoren und Buchtitel auf dem Markt gibt wie heute. Ein Sach- oder Schulbuch zu verfassen, weist zwar Parallelen zu lyrischen oder Prosawerken auf, denn du brauchst immer gute Ideen und einen roten Faden. Ein Roman ist dennoch etwas ganz anderes, da es aus meiner Sicht eine viel persönlichere Art des Schreibens ist.

Woher stammen die Ideen zum Buch? Gab es ein Schlüsselerlebnis?

Koeck: Ja, allerdings. 90 Prozent des gesamten Inhalts von „Möchtegern“ beruhen auf wahren Begebenheiten, welche alle in den vergangenen zwei Dekaden passiert sind. Das Schlüsselerlebnis dabei ist die Freundschaft von zwei jungen Herren aus dem Ländle, welche sich durch mehrere miteinander verknüpfte Zufälle an einem ganz anderen Ort der Welt wiederfinden. Das Schwierige dabei war es, die einzelnen Geschichten am Schluss zusammenzuführen.

Worum geht es in dem Werk? Was ist die Kernaussage?

Koeck: Es handelt von uns allen bekannten Alltagssituationen, gesellschaftlichen wie auch religiösen Zwängen, in welchen wir uns wiederfinden können, und Themen wie Vertrauen und Misstrauen, Macht und Ohnmacht sowie Freundschaft. Da ich das Ende der Geschichte ziemlich offen lassen wollte, erhält jeder einzelne Leser viel Spielraum für seine eigene Interpretation der Geschichte. Andererseits steht dabei auch offen, ob es vielleicht einmal eine Fortsetzung geben wird, denn schließlich weiß man ja nie, wie das Leben so spielt…

Zur Person

Bandi Koeck

Geboren: 28. Oktober 1980 in Feldkirch

Wohnort: Frastanz-Fellengatter

Familie: verheiratet, 3 Kinder

Beruf: Lehrer, Autor und Journalist

Hobbys: Lesen, Reisen, Kino und Musik