Mehr als bloße Freizeitgestaltung

04.04.2017 • 16:00 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Der Tanzkursabschluss 1959 lockte viele Tänzer aufs Parkett.
Der Tanzkursabschluss 1959 lockte viele Tänzer aufs Parkett.

Geschichtsverein thematisiert am Donnerstag das „Beschwingte Bludenz“.

Bludenz. Diesen Donnerstag, 6. April, lädt der Geschichtsverein Region Bludenz ab 18.30 Uhr zur Jahreshauptversammlung ins Bludenzer Eichamt. Im Anschluss an die einstündige Sitzung steht das 23. Erzählcafé zum Thema „Beschwingtes Bludenz – Tanz und Konventionen im Wechselspiel“ auf dem Programm.

Wer kann sich noch an Hausbälle, Tanzabende, Tanzkurse oder auch verbotene Tänze im beschaulichen Bludenz erinnern? Veranstaltungen dieser Art waren immer schon weit mehr als bloße Freizeitgestaltung. Sie boten Gelegenheit zu geselligem Beisammensein, schufen einen ungezwungenen Rahmen für das Miteinander junger Männer und Frauen.

Nicht zuletzt deshalb wurden sie auch kritisiert und aus der Sicht traditioneller Moralvorstellungen als eine Gefahr wahrgenommen. Bludenzer berichten aber durchaus von Tanzabenden, Tanzkursen und Hausbällen im Städtle, auch wenn diese nicht so häufig stattgefunden haben. Fragen wie: Haben vielleicht auch Sie heimlich neue Tänze gelernt und Konflikte ausgetragen, um Tanzabende und gesellige Veranstaltungen zu besuchen? Unter welchen Rahmenbedingungen und wann war Tanzen erlaubt, wann wurde es krititisiert? Wie sahen denn die Verhaltensregeln damals überhaupt aus, was durfte Mann oder Frau und was nicht? möchte Moderatorin Brigitte Truschnegg den Besuchern stellen. Besonders spannend wäre es natürlich, zu erfahren, welche Mittel und Wege man fand, um solche Ver- bzw. Gebote zu umgehen.