Ambitioniertes Tennistalent

Vorarlberg / 27.03.2018 • 18:07 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Die elfjährige Angelina Wachter bastelt mit viel Ehrgeiz und Leidenschaft an ihrer Tenniskarriere. Privat
Die elfjährige Angelina Wachter bastelt mit viel Ehrgeiz und Leidenschaft an ihrer Tenniskarriere. Privat

Angelina Wachter kürte sich zur Vizestaatsmeisterin.

BÜRS „Tennis spielen macht mir sehr viel Spaß. Auch das Training für die Wettbewerbe ist überhaupt keine Belastung für mich. Im Gegenteil: Ich möchte mich ständig verbessern und weiterhin Erfolg haben“, erklärt Angelina Wachter aus Bürs mit Überzeugung. Ihre Zielstrebigkeit führte die elfjährige Tennisspielerin zu äußerst beachtlichen Erfolgen, so wurde sie unter anderem vier Mal in Folge Vorarlberger Landesmeisterin, gewann in der Schweiz den Swarowski-Cup und holte sich Anfang März den Titel als österreichische Vizestaatsmeisterin.

Seit dem Kindi begeistert

Ihr Interesse am Tennissport wurde bereits im Kindergarten geweckt. Dort wurde vom Tennisclub Bürs ein Schnupperkurs angeboten, an dem sie teilnahm. Diese Sportart begeisterte sie sofort – eine Faszination, die bis heute anhält. Schon während der Volksschulzeit nahm sie regelmäßig an den Trainingsnachmittagen und ersten Wettkämpfen teil. Ihr ausgeprägtes Durchhaltevermögen und ihr Einsatz führten zu vielen erfolgreichen Turnieren. Sie messe sich gern mit andern, dies steigere ihre Motivation, meint sie. „Am liebsten spiele ich jedoch Einzel, da bin ich sowohl für meine eigenen Fehler als auch für meine Erfolge selber verantwortlich“, erläutert die selbstbewusste junge Sportlerin.

Verdienter Erfolg

Den absoluten Höhepunkt ihrer bisherigen sportlichen Karriere bildete die Teilnahme im Finale der österreichischen Staatsmeisterschaft in der Steiermark. Am dritten Turniertag war Angelina gehörig gefordert. So spielte sie am Vormittag ein Spiel mit drei Sätzen und am Nachmittag gleich zwei Spiele: ein Einzel mit drei Sätzen und ein Doppel, welches erst im Champions-Tie-Break entschieden wurde. „Insgesamt habe ich an diesem Tag sechs Stunden gespielt“, sagt sie. Über den Titel als Vizestaatsmeisterin, den sie dabei errungen hat, ist sie sehr glücklich. Immerhin wurde sie von 46 Teilnehmerinnen aus ganz Europa die Zweitbeste.

Schon im Vorfeld fanden für die Nomination zur Staatsmeisterschaft Turniere statt. Eines davon im burgenländischen Neudörfl (Jugendcircuit U 12), wo die Bürserin das Finale erreichte. Ebenfalls auf der Anlage Neudörfl fand die Qualifikation für das Finale des Mannschaftsbewerbes Tennis Europe Head-Cup statt. Für diese Qualifikation flog Angelina zum ersten Mal allein von Altenrhein nach Wien, ebenfalls eine Herausforderung für das junge Mädchen. Bei diesem Turnier war sie erfolgreich und qualifiziert sich für das Mannschaftsfinale in Sunderland in England, an dem sie ebenfalls teilnahm. „Angelina braucht Herausforderungen. Für sie bildet der Sport eine Balance zum Lernen. Glücklicherweise ist sie dort bislang ebenso erfolgreich. Es ist auch sehr viel Entgegenkommen von der Schule da“, freut sich Carmen Wachter, die Mutter von Angelina.

Die erfolgreiche Tennisspielerin besucht die zweite Klasse des Gymnasiums Bludenz. Der Spagat zwischen Lernen und Tennis gelingt ihr sehr gut, obwohl sie trainings- und wettkampfbedingt oft fehlt. Auf die Frage, ob sie noch andere Hobbys habe, lacht sie und verneint dies. Allerdings sind ihr Freundschaften sehr wichtig, manche davon bestehen schon seit dem Kindergarten.

Eltern spielen nicht Tennis

Ihre Eltern spielen beide nicht Tennis, unterstützen Angelina aber gern bei ihren Plänen. „Wir zählen nicht zu den fanatischen Eltern, deren Kinder mit viel Druck zum Tennisstar werden, nur um eigene Lebensträume zu verwirklichen. Für uns zählt ausschließlich Angelinas eigener Wunsch. Sie ist es, die so intensiv trainieren und an internationalen Wettkämpfen teilnehmen möchte. Es ist natürlich schön zu sehen, wie viel Freude ihr das bereitet und wir freuen uns mit ihr über ihre Erfolge“, betont Peter Wachter, der Vater von Angelina. BI