Informative Schulung für mehr Mobilität

06.05.2018 • 14:54 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Geduldig erklärt Kurt Sauermoser (l.) die richtige Handhabung des Automaten.
Geduldig erklärt Kurt Sauermoser (l.) die richtige Handhabung des Automaten.

Seniorenclub bietet Fahrkartenschulungen am Bahnhof Bludenz an.

Bludenz „Ich möchte in Zukunft öfter mit dem Zug nach Lindau fahren, das finde ich viel angenehmer als mit dem Auto. Das Lösen der Tickets am Bahnhof wurde heute sehr aufschlussreich erklärt. Ich bin froh, dass ich nun die einzelnen Schritte kenne“, erklärte Silvia Comploj anlässlich der kürzlich erfolgten Fahrkartenschulung am Bahnhof Bludenz. Diese Schulung wurde durch den sehr aktiven Seniorenclub Bludenz organisiert.

Bis zu 15 Beratungen jährlich

Gleich drei Berater waren vor Ort, um den rund zwanzig Teilnehmern das Lösen der Tickets, aber auch die Funktion von Apps zum Kartenkauf zu erklären. „Für mich ist es perfekt, mit dem Handy eine Fahrkarte kaufen zu können. Somit kann ich später aus dem Haus und gewinne mehr Zeit“, meinte Pater Adrian, der ebenfalls an dieser Schulung teilnahm. „Wir bieten diese Schulungen seit rund vier Jahren überall in Vorarlberg an, mittlerweile finden diese bis zu 15 Mal im Jahr statt. In letzter Zeit häufen sich die Anfragen, da sind wir oft zwei Mal in der Woche unterwegs“, erläuterte Kurt Sauermoser, ehemaliger Eisenbahner und nunmehr Senioren-Mobil-Berater.

„Diese Beratungen gab es eigentlich schon lange in ganz Österreich, nur in Vorarlberg nicht. Wir waren das Schlusslicht. Ich habe bei der ÖBB-Zentrale angerufen und den Vorschlag gemacht, diese Beratungen auch bei uns zu initiieren. Die ÖBB hat sehr positiv auf diese Anfrage reagiert und mich mit Kurt und Peter in Verbindung gebracht“, führte Franz Raich, der früher als Lehrer tätig war, aus. Das System sei schnell erklärt, das größte Problem würden die vielen Ausnahmen bilden.

Zu Beginn wurden die Teilnehmer in einzelne Gruppen aufgeteilt, eine davon widmete sich der Handy-Anwendung. Peter Drechsler, der Dritte im Bunde der Senioren-Mobil-Beratung, kommt aus Bregenz und ist auf die Anwendung von Apps spezialisiert. In der über einstündigen Beratung ging er sorgsam auf die wichtigsten Anwendungsgebiete ein und demonstrierte zudem ergänzende Anwendungsmöglichkeiten. Zudem ging der Fachmann sehr individuell auf viele Fragen der Teilnehmer ein. Diese waren reihum mit der Beratung sehr zufrieden. „Ich habe die Erklärungen sehr gut verstanden, diese sind sehr hilfreich“, sagte etwa Brigitte Müller.

Die Senioren-Mobil-Berater bieten ihre Dienste nicht nur zu den Schulungen vor Ort an. Sie sind auch sonst immer telefonisch erreichbar. „Ich bin auch schon um 22 Uhr von einem früheren Teilnehmer kontaktiert worden, der verzweifelt am Bahnhof in Innsbruck stand. Glücklicherweise konnte ich ihm helfen“, erzählt Kurt Sauermoser lachend. BI

Die Teilnehmer wurden von den Seniorenberatern in der Bludenzer Bahnhofshalle geschult. BI
Die Teilnehmer wurden von den Seniorenberatern in der Bludenzer Bahnhofshalle geschult. BI