Anregung zur Selbstverantwortung

10.03.2019 • 15:31 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Christine Oberforcher initiiert eine neue Selbsthilfegruppe für Osteoporose.
Christine Oberforcher initiiert eine neue Selbsthilfegruppe für Osteoporose.

Neue Selbsthilfegruppe für Osteoporose in Bludenz.

Bludenz Als Osteoporose bezeichnet man eine über das normale Maß hinausgehende Brüchigkeit der Knochen, die durch eine Verminderung der Knochenmasse und eine Zerstörung der Knochenstruktur verursacht wird. Laut WHO zählt die Osteoporose weltweit zu den zehn häufigsten Erkrankungen. In Österreich gibt es etwa 500.000 Betroffene, 390.000 davon Frauen. Christine Oberforcher gründet in Bludenz nun eine neue Selbsthilfegruppe.

 

Warum engagieren Sie sich für die Selbsthilfegruppe Osteoporose?

OBERFORCHER Aus Erfahrung weiß ich, dass Betroffene und Interessierte ungern weite Wege in Kauf nehmen, um eine Selbsthilfegruppe zu be­suchen. Daher ist es dem Verein SOB-Selbsthilfe Osteoporose und mir ein Anliegen, dass neben Bregenz und Hohenems nun auch in Bludenz eine Selbsthilfegruppe entsteht.

 

Wodurch wird diese Krankheit verursacht?

OBERFORCHER Es gibt viele verschiedene Ursachen, die zu Osteoporose führen können. Die Säulen einer sinnvollen Osteoporose-Prävention sind eine kalziumreiche Ernährung sowie ausreichend Bewegung.

 

Osteoporose war früher bei uns vor allem durch den sogenannten Witwenbuckel erkennbar. Diese Form der Erkrankung sieht man heute kaum noch. Gibt es neue Therapien?

OBERFORCHER Osteoporose bleibt nach wie vor eine chronische Krankheit, die nicht heilbar ist. Durch sehr gute Therapien, die den Knochenabbau verlangsamen bzw. die Knochensubstanz verbessern, kann die Krankheit gut behandelt werden. Eine Umstellung der Ernährung und gezielte Bewegung unterstützen diese Therapien.

 

Welchen Vorteil bietet die Teilnahme an einer Selbsthilfegruppe?

OBERFORCHER Teilnehmer einer Selbsthilfegruppe lösen sich aus der persönlichen Isolation und festigen dadurch ihre soziale Kompetenz. Damit werden ihre Selbstständigkeit und Eigenverantwortung gestärkt. Durch den regelmäßigen Erfahrungs- und Informationsaustausch werden sie zu „Experten in eigener Sache“, die einerseits neue Wege im Umgang mit der Erkrankung finden, andererseits aber auch Hilfe gezielter in Anspruch nehmen. BI