Keine Abstimmung in Gaißau

03.04.2017 • 16:23 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Die Veranstaltungen des SV Gaißau, wie das Pfingstturnier, sind bei zahlreichen Besuchern stets sehr beliebt.
Die Veranstaltungen des SV Gaißau, wie das Pfingstturnier, sind bei zahlreichen Besuchern stets sehr beliebt.

Antrag der SPÖ-Fraktion zur Volksabstimmung über den Sportplatz abgelehnt.

Gaißau. (ajk) In der Rheintalgemeinde Gaißau wird nicht über die Verlegung des Sportplatzes abgestimmt. Einen Antrag der SPÖ-Fraktion zu dieser Abstimmung lehnten die ÖVP und FPÖ ab. Lediglich die drei SPÖ-Mandatare stimmten mit Ja.

Die Diskussion um die Verlegung des Sportplatzes dauert bereits einige Jahre. Vor den Gemeindewahlen 2015 hatte die SPÖ Gaißau für eine Volksabstimmung zu diesem Thema geworben.

Bürger einbinden

Der aktuelle Platz im Rheinvorland ist ziemlich klein, zudem ist kein Raum für kleinere Randsportarten. Das Klubheim des SV Gaißau ist klein, die Sportler müssen zum Duschen und Umziehen die Rheinstraße queren, weil sich entsprechende Räume nur in der Rheinblickhalle finden. Bürgermeister Reinhold Eberle ist aktuell darum bemüht, die Vorverträge mit den Eigentümern der Wunschflächen am östlichen Ortsrand nahe der „Nollenkurve“ zu fixieren. „Ich hoffe, dass wir die Anträge zur erforderlichen Widmung der rund 2,7 ha großen Fläche noch vor dem Sommer beantragen können.“ Dann geht es um Konzept und Planung. „Wichtig ist auch, dass vor einem endgültigen Beschluss die Bevölkerung informiert und zur Diskussion eingeladen wird.“

Bei der März-Sitzung der Gemeindevertretung brachte die SPÖ-Fraktion ihren Antrag auf Volksabstimmung ein. Demnach soll „die Gaißauer Bevölkerung über die Verlegung und Erweiterung der Sportstätte an den östlichen Ortsrand von Gaißau“ abstimmen. Egon Gmeiner (SPÖ) erläuterte den Antrag. Das Volk solle mitbestimmen, forderte er, sowohl was den Umgang mit Grund und Boden als auch mit den Gemeindefinanzen betreffe. Eine Volksabstimmung wäre Anlass, die Bürgerinnen und Bürger umfassend zu informieren.

Seit 2003 beschlossen

Bürgermeister Reinhold Eberle (ÖVP) verwies darauf, dass die Verlegung des Sportplatzes bereits 2003 im einstimmig beschlossenen Räumlichen Entwicklungskonzept (REK) der Gemeinde enthalten sei. Dieses Konzept sei unter reger Beteiligung der Bevölkerung entstanden. Alfred Niederer (ÖVP) sprach sich als Obmann des Sportausschusses klar für die Verlegung aus, ebenso Gemeinderat DI Albert Bösch (FPÖ). Er ist sich sicher, dass die Bevölkerung umfassend informiert wird. Vizebürgermeister Alois Meier (ÖVP) lobte als Landwirt die Tatsache, dass etliche der bisher für den SC Gaißau benötigten Flächen im Rheinvorland künftig wieder landwirtschaftlich genutzt werden. Lediglich der Hauptplatz soll weiterhin als Sportfläche und Tschutterplatz für die nahe Volksschule dienen.

Bürgermeister Reinhold Eberle erinnerte schließlich noch daran, dass Gaißau für solche Vorhaben Mittel zurückgelegt habe. Die neue Sportanlage erfordere etwa ein Drittel der Kosten, die für das für rund vier Millionen Euro in Bau befindliche Kinderhaus aufgebracht werden müssen. Mit drei „Ja-“ gegen 14 „Nein-Stimmen“ wurde der Antrag auf Volksabstimmung in der Gemeindevertretungssitzung in Gaißau abgelehnt.

Bereits 2015 hatte sich Egon Gmeiner (SPÖ) für eine Volksabstimmung starkgemacht.
Bereits 2015 hatte sich Egon Gmeiner (SPÖ) für eine Volksabstimmung starkgemacht.
Der Sportplatz Gaißau soll vom Rheinvorland an den östlichen Ortsrand verlegt werden. Foto: ajk
Der Sportplatz Gaißau soll vom Rheinvorland an den östlichen Ortsrand verlegt werden. Foto: ajk