Flüchtlingsarbeit: 16 bewilligte Plätze voll

25.04.2017 • 17:29 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Bregenz. Alles begann vor knapp 70 Jahren. Damals noch mit 40 Kriegswaisen, als der Vorarlberger Hermann Gmeiner beschloss, sich des Elends der Kinder anzunehmen und 1949 das erste SOS-Kinderdorf in Imst gründete. Damals wie heute geht es darum, Kinder, die durch Krieg in Not geraten sind, zu helfen. In diesem Sinne hat SOS-Kinderdorf Vorarlberg vor einem Jahr das betreute Außenwohnen für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge gestartet: Hier werden sie durch geschulte Betreuerinnen auf dem Weg in die Selbstständigkeit und bei der sozialen Integration begleitet. „Die Arbeit mit den Jugendlichen ist geprägt durch eine hohe Sensibilität für die verschiedenen Kulturen, Traumatisierungen und persönlichen Erlebnisse“, so Jacqueline Oberauer. Sie ist pädagogische Leiterin des betreuten Außenwohnens und ist derzeit für sechs Mitarbeiter und 25 Jugendliche im Alter zwischen 16 und maximal 21 Jahren verantwortlich.

Alle 16 vom Land bewilligten Plätze sind belegt. Sowohl Oberauer als auch Kinderdorfleiter Gerd Konklewski berichten über die gute Zusammenarbeit mit dem Land Vorarlberg, der Abteilung Kinder- und Jugendhilfe und der Bezirkshauptmannschaft. „Auch zu anderen Einrichtungen bestehen gute Kontakte“ betont Konklewski, „Wir haben ein großartiges Team und auch die Jugendlichen sind motiviert, besuchen regelmäßig Deutschkurse und Sportvereine.“ Das umfassende Betreuungsziel ist die Verselbstständigung der Jugendlichen und ihre soziale Integration. Eine professionelle und wertschätzende Haltung durch das Betreuungspersonal schafft emotionalen Rückhalt und bringt Stabilität.