Prävention, Aktion und Reflexion

04.02.2018 • 17:14 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Karate Vorarlberg will mit seinen SPM-Kursen zeigen, wie man sich mit Karate-Manövern gegen Angreifer wehren kann. Grafoner
Karate Vorarlberg will mit seinen SPM-Kursen zeigen, wie man sich mit Karate-Manövern gegen Angreifer wehren kann. Grafoner

Karate Vorarlberg will zeigen, wie man sich selbst verteidigen kann.

Hard „Es gibt keine geeignetere Sportart als Karate, um sich zu verteidigen und fit zu halten“, sagt Gerhard Grafoner, Sportdirektor bei Karate Vorarlberg. Aus diesem Grund hat es sich Karate Vorarlberg zur Aufgabe gemacht, Self-Protect-Management (SPM)-Kurse anzubieten. In diesen Selbstverteidigungskursen lernen Kinder, Jugendliche, Frauen, Männer und Senioren, sich bei Konfrontation mit Aggression und Gewalt richtig zu verhalten.

„Wir vermitteln Wissen über drei Module: Prävention, Aktion und Reflexion“, erklärt der Harder. Bei der Prävention werden Wege aufgezeigt, Gewalt von vornherein zu vermeiden, indem man sich bei einem Übergriff beispielsweise bemerkbar macht, ausweicht und zurückgeht. Im zweiten Modul, der Aktion, werden Antworten auf die Frage gegeben: „Was mache ich, wenn mich jemand angreift?“

Dazu werden vor allem verschiedene Techniken und Griffe aus dem Karate geübt. „Man sollte allerdings wissen, dass Karate immer mit einem Abblocken beginnt, man lässt nie direkt die Fäuste fliegen. Das wollen wir auch unseren Teilnehmern mitgeben und ihnen gleichzeitig die Kampfkunst ein bisschen schmackhaft machen.“ Rollenspiele und Situationstraining stehen ebenfalls auf dem Programm. „Wie verhalte ich mich in einer dunklen Tiefgarage? Was mache ich, wenn ich mich in einem Lift bedrängt fühle? Welche Dinge, die ich bei mir trage, fungieren als potenzielle Verteidigungsmittel? Das sind alles Sachen, die wir mit den Teilnehmern durchgehen“, zählt der Sportdirektor Beispiele auf.

Im dritten und letzten Teil des Kurses wird mithilfe eines Fragebogens über das Gelernte reflektiert und die Erwartungen vor und nach dem Kurs werden verglichen. „Wir legen großen Wert auf die Reflexion. Unser Ziel ist es, dass das SPM nach dem Kurs erst richtig beginnt.“

Genau geplant

Deshalb werde darauf geachtet, die Einheiten so nah an den Bedürfnissen und Wünschen der Teilnehmer wie möglich zu gestalten. Dafür sorgen geschulte Kursleiter, ein durchdachtes Konzept und eine professionelle Organisation des Ganzen. „Wir haben bei der Planung des SPM-Programms nichts dem Zufall überlassen. Über ein Jahr dauerte es, bis wir alles so hatten, wie wir es wollten“, betont Grafoner. Vor allem bei Kindern und Frauen kämen die SPM-Kurse sehr gut an.

Nicht nur als Teilnehmer, sondern auch als Kursleiter können Interessierte sich an den Einheiten beteiligen: „Wer sich mit einem der drei Module gut auskennt und Erfahrung oder berufliche Qualifikationen dazu mitbringt, ist bei uns auch zur Ausbildung als Kursleiter herzlich willkommen“, lädt Gerhard Grafoner ein. HUE