Wo Geschichten einen Platz finden

27.05.2018 • 15:58 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Brigitte Bischofberger inmitten ihrer umfangreichen Privatsammlung. Moosbrugger
Brigitte Bischofberger inmitten ihrer umfangreichen Privatsammlung. Moosbrugger

Brigitte Bischofberger hat in ihrem Bauernhaus in Bizau ein kleines privates Museum eingerichtet.

Bizau Wer sich auf den Weg in den hinteren Bregenzerwald, nach Bizau macht, für den gibt es ein Museum der ganz besonderen Art zu entdecken. Brigitte Bischofberger hat einen Weg gefunden, ihre Sammelleidenschaft und Botschaft der Wertschätzung unter ein Dach zu bringen.

Vor Jahren erwarb die Familie Bischofberger ein ehemaliges Bauernhaus in der Nachbarschaft. Dort übten sie sich einige Jahre als Hobbybauern mit ein paar Ziegen und einer kleinen Hühnerschar. Mit dem alten, renovierungsbedürftigen Haus taten sich für Brigitte Bischofberger neue Türen auf. Ihr lang gehegter Wunsch nach einem Hobbyraum sollte nun in Erfüllung gehen. Ebenerdig entstand ein gemütlicher Raum, in dem nun die Kreativität der vielfältigen Hausfrau genügend Platz finden. Ganz speziell entstehen dort außergewöhnliche Papierlampen, die mit viel Liebe und Geduld herstellt werden.

Sammelleidenschaft

Die Geburtsstunde des kleinen, feinen Museums in Bizau schlug wohl, nachdem die Renovierungsarbeiten abgeschlossen waren. „Plötzlich war da der viele Platz auf dem Gätar.“ Bischofberger holte all ihre alten Sachen, die sich bei ihr über all die Jahre angesammelt hatten, und begann sie liebevoll im Stadel aufzustellen. Und es war schön, sehenswert und die begeisterte Dekorateurin erkannte wie gerne sie sich gemeinsam mit ihren Besuchern in vergangene Zeiten zurückversetzt.

Stubowägele mit Geschichte

Voller Faszination stehen die Besucher zwischen alten Möbeln, Geschirr, Werkzeug und Hausrat, lauschen wie alte, ungarische Geldscheine vom verstaubten Stadel bei ihr auf dem noblen Biedermeiertisch gelandet sind. Oder vom großen Ziffernblatt, das frisch geputzt in neuem Glanz erstrahlt, aber eigentlich niemand mehr weiß, wie es in den Dachboden im Gebhard-Wölfle-Haus gekommen ist. Eine Puppensammlung, die keiner haben wollte, lacht heute vom Gebälk im Bizauer Museum und hat dort zur Freude der ehemaligen Besitzerin einen schönen, ehrwürdigen Platz gefunden.

Wertschätzung wird den Besuchern bei ihrem Rundgang an erster Stelle vermittelt, s‘Stubowägele, in dem sie selber lag, ist heute 56 Jahre alt, und wenn irgendwo bei Bischofbergers ein Baby kommt, wird es neu hergerichtet und wieder gerne verwendet.