Vorarlbergs Blumenvielfalt. Aquilegia alpina – Die Alpenakelei

So schön, dass sie geschützt wird

von Redaktion

Diese prächtigste der mitteleuropäischen Akeleien aus der Familie der Hahnenfußgewächse kommt als strikt westalpine Art in ganz Österreich einzig in den Bergen um den Nenzinger Himmel vor. Sie bevorzugt eher gut durchfeuchtete Standorte auf kalkreichem Untergrund in Höhen von circa 950 bis 2500 Metern. Ihre attraktiven Blüten fallen auf. Oft bis zu acht Zentimeter groß und azurblau leuchtend, sind sie darauf ausgerichtet, langrüsselige Hummeln anzulocken, die den in den Drüsen am Ende der langen Sporne reichlich gebildeten Nektar erreichen und dabei die Bestäubung vornehmen. Leider passiert es recht häufig, dass andere Insekten sich seitlich durch den Sporn beißen, um den süßen Saft zu rauben. Die Bestäubung erfolgt daher relativ selten, wodurch weiterhin eine Abnahme der Population der ohnedies aufgrund ihrer exotisch anmutenden Blüten häufig gepflückten Art, zu befürchten ist. Alle Akeleien sind in Vorarlberg vollständig geschützt.

Aufgrund ihrer Inhaltsstoffe gelten Akeleien heute als giftverdächtig. Früher sollen sie als Bestandteil von Hexensalben gedient haben. Jedenfalls wurden sie ab dem Mittelalter heilkundlich bei Gelbsucht, Drüsenschwellungen und Reizbarkeit, als steinlösendes Mittel und vielem mehr eingesetzt. In der Homöopathie ist Aquilegia in Verdünnungen immer noch bei ähnlichen Indikationen in Verwendung.

Die Bilder zur VN-Serie stammen von Naturfotograf Helmut Häusle, den Text lieferte Rosemarie Zöhrer, Doren.

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