Funken Gaißau: zu viel Brennmaterial

07.03.2019 • 16:55 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Das Astwerk gefällter Eschen sorgt in diesem Jahr für Überfluss beim Funkenmaterial in Gaißau. ajk
Das Astwerk gefällter Eschen sorgt in diesem Jahr für Überfluss beim Funkenmaterial in Gaißau. ajk

Eschenrodung und Schneedruckschäden: kein Nachschub nötig.

Gaißau Vorarlbergs prachtvollste Funkenhütte steht bereits, der Funkenaufbau in Gaißau ist ebenfalls gesichert. Allerdings benötigen die Gaißauer Funker heuer kein zusätzliches Funkenmaterial mehr.

Für viele Gaißauer war der Funkensonntag beliebter Anlass, Baum­äste vom Winterschnitt zu entsorgen. Und die Funkenzunft mit Funkenmeister Marco Gayde war jeweils froh über die Anlieferungen zum Funkenplatz. Heuer ist die Situation deutlich anders. Neben der großen Funkenhütte aus Holz, die bereits am Funkenplatz steht, ist das Lager an Brennmaterial bereits übervoll.

Zahlreiche Eschen gefällt

Die Funker machten bereits darauf aufmerksam: „Ab sofort kann die Funkenzunft Gaißau leider kein Funkenmaterial mehr annehmen, da wir aufgrund der Eschenrodungen und Schneedruckschäden bereits mehr als genug Material beisammen haben.“ Im gesamten Gemeindegebiet wurden zahlreiche Eschen gefällt. Die Triebe der Eschen sterben ab. Verursacht wird dieses Eschensterben durch den Pilz Hymenoscyphus pseudoalbidus, auch als „Falsches Weißes Stengelbecherchen“ bekannt. Im Rheinholz und an etlichen weiteren Stellen mussten befallene Eschen aus Sicherheitsgrünen gerodet werden. Während die Stämme verwertet werden, kommt das Astwerk zum Funkenbau. Dort landen auch zahlreiche Äste, die dem Schneedruck zum Opfer gefallen sind. Für den Aufbau ihres Funkens setzt die Funkenzunft Gaißau traditionell auf Handarbeit. Die Mitglieder binden Buscheln, die über ein Gerüst auf den Funken getragen werden. Die Hexe thront schließlich über der Funkenspitze aus Schilfrohr.

Funkenwochenende

Morgen, Samstag, 9. März, startet das Funkenwochenende ab 12 Uhr mit Bewirtung in der beheizten Funkenhütte, ab 20.30 Uhr folgt die Funkenparty mit DJ Flädle. Weiter geht es am Funkensonntag, 10. März, ab 11 Uhr mit dem Frühschoppen, um 16 Uhr folgt der Kinderfunkenaufbau. Ab 19.15 Uhr findet der Fackelumzug mit dem Musikverein Gaißau statt, im Anschluss erfolgt das traditionelle Funkenabbrennen. AJK

Alles in Handarbeit: Funkenmeister Marco Gayde beim Buscheln.
Alles in Handarbeit: Funkenmeister Marco Gayde beim Buscheln.