Zum Gedenken

27.08.2017 • 15:49 Uhr / 3 Minuten Lesezeit

Otto Fitz

Lustenau. Eine große Trauergemeinde nahm vor Kurzem Abschied von Otto Fitz, der nach schwerer Krankheit allzu früh aus dieser Welt scheiden

musste. Vor rund zwei Jahren wurde er mit der Diagnose eines bösartigen Hirntumors konfrontiert und erlitt nach der Operation einen Schlaganfall. Nach sechswöchiger Reha und strapaziösen Nachbehandlungen erholte er sich erstaunlich gut, machte ausgedehnte Spaziergänge, fuhr wieder Auto und erfreute sich am Golfspiel. Sogar zwei Kurzurlaube in Südtirol fielen noch in diese Zeit des Hoffens. Im November 2016 kehrte jedoch der Tumor zurück, wobei eine neue Therapie erneut Zuversicht aufflackern ließ.

Mit seiner Familie und Freunden konnte Otto am 4. Dezember noch seinen 70er feiern. Ende April verschlechterte sich sein Zustand, und die Familie war froh um die Unterstützung der MOHI, der behandelnden Ärzte, des Krankenpflegevereins und zweier Pflegerinnen und konnte ihm so ein würdevolles Sterben in seinem geliebten Heim ermöglichen.

Otto Fitz war der zweite von drei Söhnen des Ehepaars Rosa und Hermann Fitz und wuchs in der Steinackerstraße auf. Nach der Pflichtschule absolvierte er die Handelsschule und fand seine erste Anstellung beim Steuerberater Nagel. 1966 erfolgte seine Einberufung zum Bundesheer. Er leistete seinen Dienst als KRad-Melder in der Bregenzer Kaserne. Dann trat er eine Stelle in der Lustenauer Stickereiexportfirma LUSTIMA an. Hautnah erlebte er dabei den Nigeriaboom mit und bekleidete als Buchhalter und Prokurist für lange Zeit eine verantwortungsvolle Position in der Firma. Als es zu deren Auflösung kam, stellte sich Herr Fitz bis zur Pensionierung in den Dienst der Firma Haubner, Nutzfahrzeuge.

Privat fand Otto sein Glück mit Rosmarie Holzer, die er 1968 auf einem Faschingsball kennenlernte. 1972 begannen sie mit dem Bau ihres stattlichen Hauses an der Rotkreuzstraße und 1974 fand die Hochzeit statt. Leider blieb ihnen der Kindersegen verwehrt, und so schenkten sie ihre Liebe den Kindern ihrer Geschwister und erfüllten diesen so manchen Wunsch. Waren es in jüngeren Jahren die Hobbys Skifahren und Bergsteigen, denen Otto Fitz frönte, hatte er später besonders viel Freude am Golfspielen und unternahm auch sehr gerne Reisen. Als bei seiner Frau eine heimtückische Krankheit festgestellt wurde, unterstützte er sie in allen Belangen.

Möge die große Anteilnahme ein kleiner Trost für die Hinterbliebenen sein.