Zum Gedenken

07.09.2017 • 16:28 Uhr / 3 Minuten Lesezeit

Bezau Mit Hauptschuldirektor i. R. Oberschulrat Martin Mennel schied ein angesehener und wegen seiner Freundlichkeit allgemein geschätzter Mann nach kurzer Krankheit aus diesem Leben.

Der Verstorbene wurde am 25. März 1929 als erstes von fünf Kindern in die Familie des Zimmermannes und Landwirts Albert und der Angelika Mennel geb. Greiter in Lingenau geboren. Er besuchte in Lingenau die Volksschule und anschließend die Lehrerbildungsanstalt in Feldkirch. Hier erlebte er 1943 einen furchtbaren Fliegerangriff, bei dem über 40 Personen den Tod fanden.

1949 maturierte Martin mit Auszeichnung und kam dann als Lehrer in die zweiklassige Volksschule in Bolgenach. Ein Jahr später erhielt er in der Volksschule Bezau eine Lehrerstelle. Nach Ablegung der Hauptschullehrerprüfung unterrichtete er im Schuljahr 1953/54 in der Hauptschule Bregenz-Rieden und darauf folgend an der Hauptschule Bezau. Dieser Schule blieb Martin treu und er wurde 1970 zum Direktor bestellt. Nach 19 Jahren als Direktor trat er 1989 in den Ruhestand.

Mit Irmgard Berlinger aus Bezau trat er 1957 vor den Traualtar und durfte mit ihr 60 sehr glückliche und harmonische Ehejahre verbringen. Der Gemeinschaft entsprossen zwei Töchter und drei Söhne. Die Familie war immer Mittelpunkt seines Lebens. Er schenkte ihr all seine Liebe und Fürsorge und unterstützte seine Kinder bei der Verwirklichung ihrer beruflichen Ziele.

Mit Fleiß und persönlichem Einsatz baute Martin 1968 in der Parzelle Bahnhof ein neues, gefälliges Wohnhaus.

Neben seiner beruflichen Tätigkeit hat sich Martin in mehrfacher Hinsicht ehrenamtlich verdient gemacht. Von 1955 bis 2000 leitete er die Bücherei mit großer Umsicht und vergrößerte diese zu einer schönen Bibliothek. 23 Jahre war er auch sorgfältiger Leiter des Heimatmuseums in Bezau. Gleichzeitig war er 20 Jahre Gemeindevertreter und fünf Jahre davon Vizebürgermeister. Viele Jahre spielte er auch beim Bezauer Streichorchester Geige. Für diese ehrenamtlichen Arbeiten wurde ihm 2003 das Verdienstzeichen des Landes Vorarlberg verliehen.

Mit dem Buch „Die Lechtaler als Geldverleiher im Bregenzerwald“ schuf der Verstorbene eine Dokumentation über die Verschuldung der Bregenzerwälder Bauern in vergangener Zeit.

Worte des Abschieds

Pfarrer Armin Fleisch feierte in Konzelebration mit Pater Kolumban den Auferstehungsgottesdienst, der vom Chor St. Jodok musikalisch begleitet wurde. Direktor Karlheinz Nußbaumer und Bürgermeister Gerhard Steurer sprachen Worte des Abschieds und würdigten den Einsatz des Verstorbenen in seinen verschiedenen Funktionen. Der Herrgott möge ihm den ewigen Frieden schenken.