Kosten für Lehrer je nach Land unterschiedlich

09.04.2017 • 16:33 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Ein Vorarlberger Mittelschüler verursacht 7620 Euro Personalkosten pro Jahr, das ist im Österreichschnitt. Foto: VN-Archiv
Ein Vorarlberger Mittelschüler verursacht 7620 Euro Personalkosten pro Jahr, das ist im Österreichschnitt. Foto: VN-Archiv

Vorarlberg liegt bei Kosten pro Schüler und Jahr im Bundesländervergleich im Mittelfeld.

Wien, Bregenz. (VN) Die durchschnittlichen Lehrerpersonalkosten pro Schüler sind je nach Bundesland unterschiedlich hoch. Je nach Schulart gibt es Unterschiede von bis zu 3200 Euro pro Schüler und Schuljahr zwischen dem billigsten und dem teuersten Bundesland, zeigt die Beantwortung einer parlamentarischen Anfrage des Grünen-Bildungssprechers Harald Walser durch Bildungsministerin Sonja Hammerschmid (SPÖ).

Am höchsten sind die Unterschiede im Bereich der Polytechnischen Schulen (PTS): Während in Kärnten und im Burgenland pro PTS-Schüler knapp 12.800 Euro pro Jahr ausgegeben werden, sind es in Wien nur 9600. Selbst wenn man Wien aufgrund des Stadtfaktors – im ländlichen Bereich gibt es kleinere Klassen – nicht berücksichtigt, bleibt der Unterschied noch immer groß. Vorarlberg, Tirol und Niederösterreich geben jeweils weniger als 11.000 Euro pro PTS-Schüler im Jahr aus.

An den Mittelschulen werden in Wien 6900 Euro pro Schüler und Jahr aufgewendet, in Vorarlberg 7620 Euro und im Burgenland 8200 Euro. In der Volksschule sind es in Wien 4700 Euro, in Vorarlberg rund 5000, in Kärnten 5700 Euro pro Schüler und Jahr. An den Gymnasien beträgt der Unterschied zwischen dem günstigsten Bundesland Niederösterreich (6200 Euro) und dem teuersten Burgenland (7300 Euro) rund 1100 Euro. Vorarlberg liegt mit 6700 Euro im Mittelfeld.

Walser ist überzeugt: „Die Kostenunterschiede in den einzelnen Bundesländern sind dramatisch und ein Beweis dafür, wie dringend wir bundeseinheitliche Regelungen brauchen. Sie sind nur zum Teil, etwa wegen kleineren Klassen im ländlichen Raum, nachvollziehbar. Das ganze Verwaltungssystem ist vollkommen intransparent und unsteuerbar“, sagt Walser zur APA. In den Verhandlungen zum Schulautonomiepaket mit der Regierung werde man darauf drängen, dass für Kinder in öffentlichen Schulen in ganz Österreich Chancengleichheit bestehe.