Zum Gedenken

28.05.2018 • 16:17 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Bezau Kurz vor ihrem 100. Geburtstag verstarb die älteste Dorfbewohnerin von Bezau, Frau Katharina Broger. Die Verstorbene wurde am 30. Mai 1918 als erstes von sechs Kindern in die Familie des Anton und der Theresia Kühne, geb. Kaufmann, in Bezau geboren. Sie erlebte eine bescheidene, aber glückliche Kindheit und Schulzeit. Der Pflichtschule entwachsen, verdiente sie ihr Geld im Gastgewerbe in der Schweiz, im Bregenzerwald und im Kleinwalsertal und holte sich Erfahrungen und Fachwissen für ihre spätere eigene Gastwirtschaft. 1946 vermählte sie sich mit Rudolf Broger aus Bezau. Aus der glücklichen Verbindung gingen drei Kinder hervor. Diese machten sie zur achtfachen Großmutter, zur zehnfachen Urgroßmutter und zweifachen Ururgroßmutter.

Gleich nach ihrer Verehelichung übernahmen Katharina und Gatte Rudolf das „Gasthaus Löwen“ in Schönenbach, welches sie zwanzig Jahre musterhaft führten.

1952 zogen sie in das neue, schmucke Wohnhaus in der Parzelle Greben, das sie ein Jahr zuvor gemeinsam gebaut hatten.

1967 übernahm Rudolf sein Elternhaus am Stein und baute dieses zu einer Gästepension aus. Von nun an vermietete Katharina über Jahrzehnte Zimmer an Urlaubsgäste, die sich bei ihr wohlfühlten und schon bald zu den Stammgästen zählten. Katharina war auch eine treue Trägerin der Bregenzerwälder Tracht. Jeden Sonntag und bei jeder passenden Gelegenheit trug sie ihre Juppe. Einen tiefen Einschnitt in ihr Leben brachte der Tod ihres Gatten Rudolf, der ihr schon 1995 im Tode vorausging. Pfarrer Armin Fleisch feierte in Konzelebration mit Pfarrer Edwin Matt, der ein Freund der Trauerfamilie ist, und Pater Kolumban vom Kloster Bezau den Auferstehungsgottesdienst und zeichnete in seiner Predigt das Lebensbild der Verstorbenen. Der Gottesdienst wurde vom Chor St. Jodok musikalisch begleitet.

Der Herrgott möge der vorbildlichen und guten Mutter den ewigen Frieden schenken.