Zum Gedenken

Vorarlberg / 26.09.2019 • 17:30 Uhr / 3 Minuten Lesezeit

Egg Ingeborg Josefine Metzler, geb. Schnell, wurde am 6. November 1937 in Oberndorf am Neckar im Schwarzwald geboren und wuchs dort mit ihrem jüngeren Bruder auf. Nach der Schulzeit arbeitete sie in einer Uhrenwerkstätte in Deutschland.

1965 heiratete sie Gerhard Metzler, den sie bei einem Urlaub in Egg kennengelernt hatte. Nach einem Jahr in einer Mietwohnung konnten sie in das mit gemeinsamem Einsatz erbaute Haus in der Engelgaß einziehen, das ihnen und ihren drei Kindern Harald, Claudia und Günther ein schönes Zuhause war. Über ihre vier Enkel und zwei Urenkel freute sich Inge sehr und verwöhnte diese. Durch Arbeit in der Hutfabrik und später Heimarbeit bis zur Pensionierung trug Inge wesentlich zum Haushaltseinkommen bei. Trotz der vielen Arbeit frönte sie dem Sport durch Schwimmen im Egger Schwimmbad, als Zuschauerin auf dem Fußballplatz oder auch beim begeisterten Fernsehen bei Skirennen.

Auch das Jassen machte ihr Freude. Das Miteinander und der Gemeinschaftssinn waren ihr wichtig. Sie schätzte die gute Nachbarschaft und Hilfsbereitschaft. Dass Sohn Günther bei ihr im Haus wohnte, war wichtig und wertvoll für sie. Inge war immer top gekleidet und hatte eine schicke Frisur.

Als das Sozialzentrum in Egg eröffnet wurde, fand Inge eine neue Aufgabe, half den Bewohnern, ging mit ihnen spazieren oder spielte mit ihnen. Jahrelang hat sie manche Bewohner in die Kapelle zur Sonntags-Vorabendmesse begleitet. Der Glaube hatte einen wichtigen Platz in ihrem Leben. Doch auch vom Loslassen-Müssen wurde sie nicht verschont. Schon vor zehn Jahren ging ihr Gatte Gerhard im Tod voraus und vor fünf Jahren Sohn Harald. Nun ist Inge nach nur zwei Wochen Krankheit am 21. Juli 2019 von Gott heimgeholt worden. Und, wie es Pfarrer Friedl Kaufmann in der Predigt sagte, dürfen wir darauf vertrauen, dass unser aller Leben in Gottes Hand geschrieben ist, im Leben und im Tod, und dass wir in seiner Hand auch Inge wissen dürfen. Die Gottesdienste wurden von den Bläsern Tone und Martin und der Familie Rosalinde, Hans und Sarah Metzler sowie von den Angehörigen mitgestaltet.