Familie und Beruf unter einen Hut gebracht

Vorarlberg / 13.05.2018 • 16:21 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Das Jubelpaar blickt auf 60 ereignisreiche Jahre zurück.
Das Jubelpaar blickt auf 60 ereignisreiche Jahre zurück.

Dornbirn. Beim 5-Uhr-Tee im Hirschen begegneten sich Stefanie, geb. Zussner, aus Klagenfurt und Adolf Amort aus Altrei/Bozen 1956 und nahmen nur kurz Notiz voneinander. Anders war es im Mohren beim Tanzcafé, wo junge Frauen auch allein hingehen konnten. Von dort durfte Adolf Stefanie nach Hause begleiten, was zu regelmäßigen Treffen führte. Schnell entschied sich das Paar für eine gemeinsame Zukunft und nach der Verlobung im November 1956 wählte es den 14. Mai 1958 zu seinem Hochzeitstag. Nach der Vermählung im Standesamt heirateten Stefanie und Adolf in der Fatimakapelle. „Es gab Wiener Schnitzel, damals eine Spezialität, in der Helvetia, mit den Trauzeugen, einer Kollegin von mir, der Mutter und einem Kollegen von meinem Mann. Die Hochzeitsreise ging nach Gramathofen und Innsbruck übers Wochenende und dann wieder heim, denn wir mussten arbeiten“, erzählt die Jubilarin. Ein Zimmer in Watzenegg war das erste gemeinsame Zuhause, dann wurde ihnen eine Wohnung in der Bäumlegasse angeboten. Da Adolfs Mutter zu seiner Schwester in die Schweiz übersiedelte, übernahmen sie ihre Wohnung in der Eisenhammerstraße. 1968 begannen sie zu bauen und zogen 1972 in ihr Haus Am Eisweiher, ihr viertes Kind, Thomas, war gerade nach Klaus-Dieter, Christine und Martin geboren.

Arbeitsreiches Leben

Verantwortungsvoll kümmerte sich Stefanie um die Erziehung der Kinder, den Haushalt und den Garten und hielt Adolf für seine vielen Projekte den Rücken frei. Als gelernter Zimmermann ließ er sein Ziel, in der Bauwirtschaft beruflich Fuß zu fassen, nie aus den Augen. Er bildete sich in der Abendschule weiter und konnte Erlerntes und Erarbeitetes in den Architekturbüros Thurnher und BM Kaitz umsetzen. Als Bauleiter setzte er diverse Bauvorhaben um, wie den Messebau der Export- und Mustermesse und das WIFI Dornbirn, um nur einige zu nennen. Bei der Firma Walter Rhomberg war er als Bauleiter im Gleisbau tätig und betraut mit der Errichtung der Pipeline. Ihm oblag die Bauleitung vieler großer Projekte, u. a. der Neubau des Landhauses, Elastisana, Gewerbeschule Bregenz u. v. m. Er setzte sich für die Belange seiner Landsleute ein und wurde zum Ehrenmitglied des Verbandes der Südtiroler ernannt und mit dem großen Ehrenzeichen des GSV mit Goldkranz ausgezeichnet. Adolf war beim Männerchor „Die Vogelweider“ aktiv und Gründungsmitglied des Musikvereins Rohrbach, Fußballer, Schütze und zwei Perioden lang Stadtvertreter in Dornbirn.

Glückliches Familienleben

Gemeinsame Unternehmungen an Wochenenden festigten den Familienzusammenhalt. Unvergesslich sind die Wanderungen in den Bergen mit den Kindern, im Rucksack die Jause, sowie schöne Urlaube in Südtirol und Ischia. Als begeisterter Koch und Grillmeister verwöhnte Adolf früher seine Familie mit kulinarischen Köstlichkeiten. Heute treffen sich alle gerne zu einem ausgedehnten Frühstück. Beim Stricken, Knüpfen, Lesen und Kreuzworträtsellösen erholt sich Stefanie im gemütlichen Haus, das Adolf mit vielen selbst gebauten Möbeln verschönert hat.

Beide freuen sich, dass es den Kindern und Schwiegerkindern gut geht, die sie inzwischen mit acht Enkeln, einer Enkelin und zwei Urenkeln versorgt haben. „Wir sind zufrieden, dass wir geistig fit sind, jeden Morgen aufstehen und unterwegs sein können“, so die Jubilare.

Ein schönes Paar.
Ein schönes Paar.