Neue Fußgängerzone steht vor Baustart

27.04.2017 • 15:52 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
So wie in dieser Animation soll der Kirchenplatz künftig aussehen. Foto: LAAC
So wie in dieser Animation soll der Kirchenplatz künftig aussehen. Foto: LAAC

Südliche Schulgasse wird für Autos gesperrt. Kirchenplatz wird umgestaltet.

Dornbirn. (VN-rha) In der kommenden Woche beginnen die Arbeiten für die Erweiterung der Fußgängerzone. Gestartet wird mit der Umgestaltung des Kirchenparks, dann ist die untere Schulgasse zwischen Mozartstraße und Bahnhofstraße an der Reihe. Ab Mitte Mai wird der motorisierte Verkehr für immer aus der Schulgasse verbannt.

Die Anrainer wurden vergangene Woche im Rahmen einer Veranstaltung im Rathaus über den Ablauf der Baustelle informiert. Zudem stehen ihnen vor Ort die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Firmen und der Bauleitung für Fragen zur Verfügung. Bürgermeisterin Andrea Kaufmann ist überzeugt, dass mit der Erweiterung der vor 28 Jahren eröffneten Fußgängerzone nun auch in der westlichen Innenstadt ein weiterer Meilenstein für die Belebung des Zentrums gesetzt wird.

Intensive Vorbereitungen

Die Ausweitung der Fußgängerzone wurde in den vergangenen Jahren intensiv vorbereitet. Vor allem die Verkehrsführung wurde im Vorfeld diskutiert. Ziel der Planungen war es, den Durchzugsverkehr zu minimieren und die Erschließung möglichst auf verschiedene Zufahrten aufzuteilen. Dem Verkehrskonzept lagen verschiedene Untersuchungen, Zählungen sowie Modellrechnungen der Verkehrsmengen zugrunde. Die Ausarbeitung erfolgte durch Verkehrsexperten. Für die Gestaltung der neuen Fußgängerzone wurde ein Wettbewerb ausgeschrieben, den die Firma LAAC Architekten ZT GmbH, Innsbruck gewonnen hat. Die Architekten wurden anschließend mit der weiteren Planung beauftragt und haben in der Folge das Wettbewerbsprojekt unter Einbeziehung der Grundeigentümer, insbesondere der Kirche, überarbeitet.

Die erste Etappe der Erweiterung der Fußgängerzone kostet rund 2,6 Millionen Euro. Nicht gespart wird bei der Oberflächengestaltung, um ständige Reparaturen, wie sie auf dem Marktplatz erforderlich sind, zu vermeiden. Tiefbaustadtrat Gebhard Greber: „Damit die Zufahrt auch mit schwereren Lasten möglich sein wird, werden stärkere, 14 Zentimeter dicke Steinplatten verwendet. Sie entsprechen in der Farbigkeit und Textur den Granitplatten des Marktplatzes.“

Die zweite Bauetappe ist die Neugestaltung der Schulgasse zwischen der Mozartstraße bis zur Jahngasse. Die Umsetzung hängt von der Realisierung eines geplanten Bauvorhabens auf dem Areal der ehemaligen PSK ab. Im Raum steht auch noch eine Verbindung der Garagen im Stadtmarkt und Sutterlüty. Planungsreferent Vizebürgermeister Martin Ruepp hofft, dass in absehbarer Zeit auch der zweite Abschnitt in Angriff genommen werden kann.

Haltestelle fällt aus

Die Bauarbeiten westlich von St. Martin wirken sich auch auf den öffentlichen Verkehr aus: Die Bushaltestelle Klostergasse in Richtung Bahnhof wird vorerst nicht mehr angefahren. Gründe sind  das erhöhte Verkehrsaufkommen auf der Klostergasse und im Bereich der Lindenkreuzung, was zu Verspätungen im Busverkehr führt, sowie neue Umleitungen in der Innenstadt, die wegen der Bauarbeiten in der Schulgasse erforderlich sind.