„Sehr strategisch und sehr schnell“

06.02.2018 • 17:12 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Im Fechtclub Dornbirn wird in allen Altersklassen trainiert. Anfänger beginnen mit dem Einzeltraining, bevor sie in der Gruppe miteinander fechten. VN-Lorenzi
Im Fechtclub Dornbirn wird in allen Altersklassen trainiert. Anfänger beginnen mit dem Einzeltraining, bevor sie in der Gruppe miteinander fechten. VN-Lorenzi

In Dornbirn üben Fechtbegeisterte den Degenkampf.

Dornbirn Es ist Donnerstag, 18 Uhr. Im ersten Stock der Messehalle 7 ist viel los. Kinder, Jugendliche, Erwachsene – fast alle sind weiß gekleidet, fast alle haben einen Degen in der Hand. „Donnerstag ist praktisch der Vereinsfechttag“, erklärt René Helfer, sportlicher Leiter des Fechtclubs Dornbirn. „Da können sich alle wieder einmal sehen und miteinander fechten.“

Derzeit hat der Fechtclub TS Dornbirn rund 55 Mitglieder. Die jüngsten Sportler sind sechs Jahre alt. „Das zieht sich aber bis 60 durch“, erklärt Helfer. „In der Halle sind also täglich rund 20 Fechter.“

Gegründet wurde der Verein vor über 60 Jahren als eine Abteilung der Turnerschaft Dornbirn. „Heute sind wir immer noch eine Sektion der Turnerschaft, aber wirtschaftlich selbstständig“, fügt der sportliche Leiter hinzu. Vereinsobmann ist Gerd Schwendinger.

Schach im Formel-1-Tempo

Helfer vergleicht das Fechten mit Schach: „Fechten ist wie Schach im Formel-1-Tempo.“ So sei der Sport sehr strategisch und man müsse sehr schnell agieren. Es sei aber auch ein Kampfsport, meint der sportliche Leiter: „Wie Boxen eigentlich. Wenn ich in den Ring steige, weiß ich genau, was ich tun darf.“ Es gebe feste Regeln. „Und es ist ein Zweikampf. Das bedeutet immer Auseinandersetzung. Nur mit weniger Körperkontakt als beim Boxen.“

Fechten ist aber nicht gefährlich, wie der heutige Hobbyfechter argumentiert: „So lange man die Sicherheitsbestimmungen einhält, ist Fechten gleich ungefährlich wie Tischtennis.“ Wie beim Tischtennis seien nur die Sehnen durch das schnelle Vor- und Zurückspringen strapaziert. „Wir haben heute Fechtanzüge, die so dicht sind wie kugelsichere Westen.“

Der Fechtclub TS Dornbirn kann auf eine Reihe großer Ereignisse zurückblicken. „Der größte Erfolg war wohl die dreifache Olympiateilnahme von Roland Schlosser“, erzählt Helfer. „Aber die Europa- und Weltmeisterschaften kommen erst noch, in diesem Jahr schicken wir fünf Athleten hin.“ Der Dornbirner Fechtclub gelte als einer der erfolgreichsten Fechtvereine Österreichs, sagt Helfer: „Wir hatten in den letzten Jahren sicher zehn Fechter, die in ihrer Altersklasse in den Top-10 waren.“ Der Fechtclub kann in Dornbirn auf eine gute Infrastruktur zurückgreifen, wie Helfer erklärt. „Wir haben aber auch sehr erfahrene Trainer.“

Wer sich im Fechtsport messen will, kann über die Homepage Kontakt aufnehmen oder einfach vorbeikommen. „Wer neu anfangen will, muss zuerst im Einzeltraining die Grundlagen lernen“, erklärt Helfer. Danach wird in einer Gruppe trainiert.

Früher Kontakt

Die Ausrüstung wird vor Ort ausgeliehen. „Mit diesem Konzept hatten wir in den vergangenen Jahren sehr viel Erfolg“, sagt er. Durch das Einzeltraining soll auch ein früher Kontakt zum Lehrer hergestellt werden. „Das ist das Schönste an meiner Arbeit. Die Sportler kommen als Kinder und ich lerne sie über die Jahre richtig kennen.“ VN-JLO

Ich bin seit zehn Jahren hier am Fechten. Ich habe früher Ballett getanzt und eine Sportart gesucht, die was anderes ist. Am Fechten gefällt mir, dass es wie Schach im Formel-1-Tempo ist. Und es ist cool, dass man was mit Waffen macht. Antonia Grabher, 16, Dornbirn

Ich bin seit zehn Jahren hier am Fechten. Ich habe früher Ballett getanzt und eine Sportart gesucht, die was anderes ist. Am Fechten gefällt mir, dass es wie Schach im Formel-1-Tempo ist. Und es ist cool, dass man was mit Waffen macht. Antonia Grabher, 16, Dornbirn

Ich fechte seit einem Jahren hier in Dornbirn. Mir gefällt am Fechten, dass man kämpfen kann. Und dass einem dabei nichts passiert, weil man immer gut geschützt ist. Max Herda, 7, Mäder

Ich fechte seit einem Jahren hier in Dornbirn. Mir gefällt am Fechten, dass man kämpfen kann. Und dass einem dabei nichts passiert, weil man immer gut geschützt ist. Max Herda, 7, Mäder

Ich fechte seit acht Jahren im Fechtclub Dornbirn. Ich bin gerne hier, weil auch meine Freunde in Dornbirn fechten. Außerdem ist Fechten sehr taktisch und hat viel mit Schnelligkeit zu tun. Julian Fuchs, 15, Dornbirn

Ich fechte seit acht Jahren im Fechtclub Dornbirn. Ich bin gerne hier, weil auch meine Freunde in Dornbirn fechten. Außerdem ist Fechten sehr taktisch und hat viel mit Schnelligkeit zu tun. Julian Fuchs, 15, Dornbirn