Ein Muttertag mit „Weaner Gmüat“

17.05.2018 • 15:03 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Die Philharmonia Schrammeln Wien begeisterten am Sonntag nicht nur die zahlreichen Mütter im Markus-Sittikus-Saal.
Die Philharmonia Schrammeln Wien begeisterten am Sonntag nicht nur die zahlreichen Mütter im Markus-Sittikus-Saal.

Muttertagskonzert der Schubertiade im Markus-Sittikus-Saal.

Hohenems Es ist zur beliebten Tradition geworden, dass die Schubertiade Hohenems am Muttertag zu einer Matinee mit Wiener Gästen einlädt. So spielten auch heuer die berühmten Philharmonia Schrammeln Wien (sie sind seit 2007 in Hohenems umjubelte Gäste aus der „Kaiserstadt“ und deren Musik) authentisch berückende Melodien von Johann Schrammel, der Strauß-Dynastie, Joseph Lanner, Ziehrer, aber auch Haydn und anderen Tonschöpfern im Schatten der großen Meister der Unterhaltungsmusik ihrer Zeit.

Die Philharmonia Schrammeln Wien sind fünf Spitzenmusiker mit den originalen Schrammel-Instrumenten Violine (Johannes Tomböck und Dominik Hellsberg), Klarinette in Hoch-G, „Picksüßes Hölzl“ (Hannes Moser), Alt-Wiener Knöpferlharmonika (Günter Haumer), Kontragitarre (Heinz Hromada). Es braucht kaum erwähnt zu werden, dass dieses Quintett quasi mit Donauwasser getauft wurde, dass ihm kein in Wien geborener Klang fremd ist, vom Walzer mit dem „verhatschten“ Viertel bis zum feurigen Galopp, von gemütlichen Tänzen zu schneidigen Wiener Märschen, von zärtlichen Naturbildern zu musikalischen Weaner Spezialitäten wie  Praterveigerln, Weinberln und Zibeben à la Schrammel und Josef Winhart.  

Ein paar Blüten aus dem Riesenbouquet im Schrammel-„Sound“ gefällig? Zum Mitsummen die populären Nummern „Kunst und Natur“-Marsch von Schrammel oder der „Liebeslieder -Walzer“ und das „Waldmeister“-Potpourri von  Johann Strauß Sohn oder die zauberhafte „Libelle“ von Bruder Josef; unbekanntere Schätze aus den Notenmappen von Joseph Lanner: „Der Sommer“ oder der „Norma-Galopp“ mit Pfiff, von Carl Michael Ziehrer: „Regentropfen-Walzer“, von Josef Mikulas: „Am alten Katzensteig“ (Tanz); oder auch das „Ochsenmenuett“ von Haydn.

Die beiden Geiger Tomböck und Hellsberg vermochten lustvoll zu jubeln oder zu schluchzen, Haumer und Hromada sorgten mit Harmonika und Kontragitarre für wiegende oder zackige Takte, und der Meister des „Picksüßen Hölzls“, Hannes Moser, verschaffte sich virtuos, aber bisweilen etwas schrill Gehör. Die fünf Muttertagsgäste brachten auch ihre frische CD mit, Titel „Wiener Künstler“, Deutsche Grammophon. sch

Im Markus-Sittikus-Saal wird zum Muttertag gerne Wiener Musik gespielt. Veranstalter
Im Markus-Sittikus-Saal wird zum Muttertag gerne Wiener Musik gespielt. Veranstalter